ASML optimistisch Chipzulieferer peilt Rekordumsatz an

Dank einer hohen Nachfrage von Speicherchipherstellern und Auftragsfertigern blickt Chipzulieferer ASML auf einen starken Jahresauftakt zurück. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem Rekordumsatz.
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Nach dem starken Jahresauftakt steht nach den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von knapp neun Prozent in den Büchern. Quelle: dapd
Horst Seehofer beim ASML-Besuch in Eindhoven

Nach dem starken Jahresauftakt steht nach den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von knapp neun Prozent in den Büchern.

(Foto: dapd)

VeldhovenEuropas größter Chipzulieferer ASML blickt etwas optimistischer auf das laufende Jahr als zuletzt. Da die Nachfrage sowohl von den Speicherchipherstellern als auch den Auftragsfertigern besser als zuletzt angenommen ist, werde sich das Geschäft in der zweiten Jahreshälfte in allen Bereichen gut entwickeln, teilte das im EuroStoxx 50 notierte Unternehmen am Mittwoch mit.

Der Konzern rechnet im laufenden Jahr mit einem Rekordumsatz. Im Frühjahr hatte ASML noch einen Erlös auf dem Vorjahresniveau von 5,86 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz sowohl im Quartals- als auch Jahresvergleich bei 1,65 Milliarden Euro, fiel damit aber etwas besser aus als von Experten erwartet. Nach dem starken Jahresauftakt steht nach den ersten sechs Monaten aber noch ein Umsatzplus von knapp neun Prozent in den Büchern.

Wegen höherer Ausgaben für die Forschung und Entwicklung und gestiegener Marketingkosten ging der Gewinn um 8,2 Prozent auf 370 Millionen Euro zurück. Wegen der stark schwankenden Nachfrage und Preise im Chipsektor ist der Vergleich von Quartal zu Quartal sinnvoller als derjenige zum Vorjahr.

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Neben dem gut laufenden Geschäft mit den bisherigen Maschinen hatte es zuletzt große Fortschritt bei Anlagen mit der Extrem-Ultraviolett-Technik (EUV) gegeben. Im April hatte das Unternehmen einen EUV-Großauftrag in den USA an Land gezogen. Mit der neuen Technik sollen leistungsfähigere Chips kleiner und günstiger produziert werden. Nach den Worten von Unternehmenschef Peter Wennink rückt das Unternehmen bei der EUV-Technik nach jüngsten Fortschritten näher an eine Massenproduktion heran.

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  • dpa
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