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Belästigungsvorwürfe Weinsteins Versicherungen wollen Anwaltskosten nicht übernehmen

Auf Harvey Weinstein kommen wegen Belästigungsvorwürfen hohe Anwaltskosten zu. Nach Ansicht des Filmmoguls sollen seine Versicherungen zahlen, die weigern sich aber.
Update: 30.07.2018 - 01:42 Uhr Kommentieren
Filmmogul Harvey Weinstein muss sich vor Gericht wegen Belästigungsvorwürfen verantworten. Quelle: AP
USA

Filmmogul Harvey Weinstein muss sich vor Gericht wegen Belästigungsvorwürfen verantworten.

(Foto: AP)

New YorkDer nach Vorwürfen sexueller Übergriffe in Kritik geratene Hollywood-Produzent Harvey Weinstein liegt wegen stetig wachsender Anwaltsrechnungen im Streit mit Versicherungen. Der Versicherungskonzern Chubb und andere, die für Weinstein und seine Produktionsfirma Haftpflichtpolicen ausgestellt hatten, machen vor Gericht geltend, dass die Klauseln Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens ausdrücklich nicht abdeckten. Sie sprachen von „vorsätzlich schädlichen Handlungen“.

Der 66-Jährige hat in drei Fällen mutmaßlicher sexueller Übergriffe auf nicht schuldig plädiert. Unklar ist, wie viel ihn die Rechtsstreitigkeiten kosten. Mehr als 75 Frauen - darunter viele Schauspielerinnen und Models - werfen ihm Fehlverhalten vor. Die Fälle haben die MeToo-Bewegung entfacht, in deren Zuge zahlreiche Frauen mit ihrer Leidensgeschichte über Übergriffe durch teils prominente Männer an die Öffentlichkeit gegangen sind.

Weinsteins Anwälte argumentieren, die Versicherer müssten für seine Verteidigung zahlen. Sie hätten sich aber unfairerweise auf die Seite der Frauen geschlagen und versuchten, ihrer Zahlungspflicht zu entgehen. Weinstein und seine Firma hätten den Versicherern in den vergangenen 25 Jahren ein Vermögen gezahlt.

Der Filmmogul hat Gegenklage gegen Chubb und ihre Zweigfirmen eingereicht - er wirft ihnen Vertragsbruch vor. „Herr Weinstein ist in eine unhaltbare Position gebracht worden, und seine Geduld ist vorbei“, schrieben seine Verteidiger in einer Eingabe vor Gericht.

Laut der jüngsten Zählung der Versicherer laufen 18 Klagen gegen Weinstein und sein früheres Unternehmen, die Weinstein Company. Obwohl die Versicherer die Vorwürfe nicht abdeckten, habe er wiederholt versucht, sie zum Zahlen zu bewegen.

Der in Los Angeles ansässige Rechtsexperte Thomas Mesereau sagte über den Fall, eine Verteidigung an mehreren Fronten könne „enorm komplex und teuer“ sein. Wie der Streit mit den Versicherern ausgehe, hänge davon ab, ob Weinstein sich fahrlässig oder kriminell verhalten habe. Sei es kriminell gewesen, müssten die Versicherer vermutlich nicht für seine Verteidigung aufkommen. Mesereau hatte Popstar Michael Jackson bei einem aufsehenerregenden Prozess um Kindesmissbrauch im Jahr 2005 verteidigt. Zuletzt gehörte er dem Rechtsteam von Bill Cosby an.

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