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Berufsleben Junge Arbeitnehmer in der Facebook-Falle

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Die Jungen kündigen schneller, wenn das Umfeld nicht passt.

Talentierte Absolventen suchen liberalere Arbeitgeber, die die Nutzung des Internets erlaubt. Besonders problematisch gestaltet sich der Berufseinstieg der jungen Generation in Unternehmen, in denen das Durchschnittsalter der Belegschaft überdurchschnittlich hoch ist. Aber auch ein geschlossener Führungsstil und rigide Internet-Verbote frustrieren die Digital Natives schnell.

Wenn sich Beruf und Familie dann auch noch kaum vereinbaren lassen - etwa, weil es keine Betreuungsmöglichkeit für den Nachwuchs gibt oder Teilzeit-Arbeit nicht in Frage kommt - sehen sich die Jobanfänger schnell nach besseren Alternativen um. Denn die Mitglieder der Generation Y sind nicht mehr so stark an ihren Arbeitgeber gebunden wie ihre Vorgänger: Weil von ihnen ständige Flexibilität gefordert wird, sind häufige Jobwechsel und Umzüge für sie kein Problem. Dementsprechend fällt ihnen die Kündigung leichter.

Die Furcht vor den neuen Medien sitzt bei vielen Führungskräften tief. Denn Vorgesetzte haben mit den sozialen Medien noch ein ganz anderes Problem: Tatsächlich findet hinter den Fassaden der Firmenzentralen eine kleine Revolution statt, deren Ausmaß noch kaum abzusehen ist. Denn durch die Verwendung von neuen Medien setzt ein schleichender Prozess ein, der Firmen demokratischer macht, sagt die Beschäftigungs-Expertin Jutta Rump.

Wer früher seinen Vorstandschef von einer guten Idee überzeugen wollte, musste viele Hürden überwinden: Zuerst galt es, den eigenen Vorgesetzten für sein Anliegen zu begeistern. Mit viel Glück sprach dieser daraufhin mit seinem Chef. Und der wiederum sprach möglicherweise irgendwann mit dem Vorstand darüber - vorausgesetzt, er kam an der Vorzimmerdame vorbei. „Heute kann man dem Chef gleich eine Kopie der E-Mail zukommen lassen“, sagt Rump. Fernab des regulären Dienstweges entstehen durch die neuen Medien also neue, inoffizielle Kommunikationskanäle, von denen die Generation Y regen Gebrauch macht. „Und damit entsteht auch ein Bedarf für mehr Beteiligungsmöglichkeiten.“

Ariane von der Horst telefoniert regelmäßig mit ihrem Chef über Skype. Die 27-Jährige arbeitet in Berlin als Assistentin der Geschäftsentwicklung von Greenvironment. Netzsperren gibt es bei Greenvironment nicht. „Wir nutzen den Internetzugang auf Vertrauensbasis“, sagt von der Horst. Facebook ist für sie ein unverzichtbares Werkzeug, um mit Freunden überall auf der Welt in Kontakt zu bleiben. Mit ihren Kollegen in Berlin kommuniziert sie aber lieber von Angesicht zu Angesicht - und das, obwohl sie zu den Digital Natives zählt.

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2 Kommentare zu "Berufsleben: Junge Arbeitnehmer in der Facebook-Falle"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • So sieht das aus!
    Wenn ich so mitbekomme, dass einige Freunde ständig über Facebook, privte Mail o.ä. während der Arbeit erreichbar sind, wäre es spannend, mal rauszufinden, wieviel Arbeitszeit dafür verbraucht wird. Dagegen ist die oft diskutierte Zigarettenpause oder der Plausch in der Teeküche wühl eher vernachlässigbar. Sowas kann am Ende die gesamte Wirtschaftsleistung beeinflussen!

    Dinge, die bei Facebook ausgetauscht werden, sind in den wenigsten Fällen wichtig und schon gar nicht dringend !

  • In meinem Unternehmen nutzt man da Internet dienstlich oder gar nicht. Schließlich wird man fürs arbeiten bezahlt, nicht fürs chatten.
    Und da erscheint mir facebook fraglich.

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