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Betrugs-Verdacht Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutsche Telekom

Die nächste Hiobsbotschaft für die Deutsche Telekom: Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht lautet: gewerbsmäßiger Betrug. Der Konzern soll Kostenabrechnungen falsch erstellt haben.
07.10.2011 - 06:35 Uhr 4 Kommentare
Schlimmer Verdacht: Was ging bei der Telekom vor sich? Quelle: dapd

Schlimmer Verdacht: Was ging bei der Telekom vor sich?

(Foto: dapd)

Düsseldorf Die Staatsanwaltschaft Bonn hat Ermittlungen gegen die Deutsche Telekom wegen des Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrugs aufgenommen. „Wir befinden uns in einer Detailprüfung“, bestätigte Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel dem Handelsblatt auf Anfrage. Hintergrund ist eine Strafanzeige von Klaus Harisch und Peter Wünsch, den Gründern des Telekom-Konkurrenten Telegate.

Sie geben an, durch falsche Kostenabrechnungen der Deutschen Telekom einen Millionenschaden erlitten zu haben. Parallel läuft eine Schadenersatzklage über rund 900 Millionen Euro. Ein Telekom-Sprecher bestritt auf Anfrage die Vorwürfe und sagte: „Die Deutsche Telekom hält die erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe in vollem Umfang für unbegründet und wird in Kürze gegenüber den Strafverfolgungsbehörden ausführlich schriftlich Stellung nehmen.“

In dem seit Jahren laufenden Rechtsstreit geht es vor allem um die wahren Kosten für die Telefonauskunft. Telegate sowie zahlreiche andere Konkurrenten der Deutschen Telekom geben an, von dem Bonner Konzern mit überzogenen Forderungen für die Datei mit allen Namen und Nummern der Deutschen betrogen worden zu sein. Dabei agiert die Telekom ausgesprochen erfolglos. Allein 2011 verlor der Konzern nach Informationen des Handelsblattes 22 Prozesse – ein Schaden von mehr als 100 Millionen Euro plus Anwaltskosten für die Telekom

Vor Gericht macht der Bonner Konzern dabei eine schlechte Figur. Eine Beschwerde der Telekom vor dem Bundesverfassungsgericht wiesen die höchsten deutschen Richter mit den Worten zurück: „Die völlig ausufernde Verfassungsbeschwerde genügt in weiten Teilen offensichtlich nicht den Anforderungen an eine substantiierte Begründung.“

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    4 Kommentare zu "Betrugs-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Deutsche Telekom"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich würde gerne mal den Vertrag zwischen Telekom und Telegate lesen. Sicher wird nach dem Unterschreiben auch bei Telegate der Sekt geflossen sein. Sicher wollte Telegate die Endkunden "bescheißen" und wurden sauer darüber, dass die Telekom besser "bescheißen" kann.

      Telegate hätte die Daten einfach nicht kaufen brauchen.

      Ich finde es aberwitzig, dass Firmen den Klageweg zum "Geschäftsmodell" machen.

    • Am Beispiel des Herrn Zumwinkel sieht man wie sehr diese "feinen" Herrn die JVA bzw. Justizia zu fürchten haben.

      GAR NICHT !

    • Endlich traut sich mal einer dieses Thema anzusprechen! Ich frage mich schon seit Jahren warum die DTAG mit meinen kostenfrei zur Verfügung gestellten Telefonbucheintrag dermassen viel Geld bei der Weitergabe verdient und dann selbst auch noch 1,99.- Eur pro Minute bei der 11833 einstreicht - das ist blanke Abzocke! Aus dem Grund stehe ich längst nicht mehr im Telefonbuch.
      Wenn sich jetzt auch noch rausstellt, dass die egozentrischen Herren der DTAG auch noch doppelt berechnen, dann ist das schlichtweg Betrug an Ihren Privat- und Geschäftskunden. Die monatlichen Kosten des Telefonanschlusses - egal ob der nun direkt von der DTAG kommt oder über einen anderen Anbieter (vodafone, etc.) sind derart hoch, dass die Doppelberechnung naheliegt. Und wenn das nun endlich aufgedeckt wird, dann werden nicht nur Mrd. Rückzahlungen an Privatkunden und vodafone&Co. Fällig, sondern dann wartet auch noch eine andere Institution auf die feinen Herren: Die JVA. Um das zu verhindern ist denen alles Recht - offensichtlich auch der Missbrauch unserer wichtigsten demokratischen Institution, dem Bundesverfassungsgericht - unglaublich, wo doch der Staat selbst noch Anteile an diesem maroden Laden hält.

    • Wenn ein Konzern, der zumindest hinsichtlich der sg. letzten Meile in weiten Gebieten ein wichtiges absoloutes Monopol hat, sich dermaßen uneinsichtig verhält, wäre es eigentlich Aufgabe der Regierung eine Zwangszerschlagung oder zumindest Zwangsbeaufsichtigung dieses Konzerns einzuleiten oder zumindest mal anzudrohen (System Kavalerie in Fort Knox)

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