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Bezahlsender Britische Regierung erlaubt Rupert Murdoch die Übernahme von Sky

Überraschung im Bieterkampf um Sky: Die britische Regierung winkt die Übernahme des Bezahlsenders durch Rupert Murdoch durch. Doch am Ziel ist der Medienunternehmer noch nicht.
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Britische Regierung erlaubt Rupert Murdoch die Übernahme von Sky Quelle: Reuters
Rupert Murdoch

Die britische Regierung hat keine Einwände gegen die Übernahme des Bezahlsenders Sky.

(Foto: Reuters)

LondonDie britische Regierung hat dem Medienunternehmer Rupert Murdoch am Dienstag grünes Licht für die Übernahme des britischen TV-Senders Sky gegeben. Die Entscheidung dürfte viele Briten überraschen – denn seit der Spitzelaffäre in Großbritannien zur Jahrtausendwende verfolgt die Öffentlichkeit die Pläne von Murdoch sehr genau.

Als seine Firma 21st Century Fox angekündigt hatte, den britischen TV-Sender Sky kaufen zu wollen, gab es viel Kritik. Zu groß könnte der Einfluss der Murdochs auf die britischen Medien werden, befürchteten viele. Die damalige Kultusministerin Karen Bradley hatte die Regulierungsbehörden beauftragt, die Pläne genau zu überprüfen.

Nach einem Kabinettswechsel übernahm ihr Nachfolger Matt Hancock den Fall. Und der erklärte am Dienstag vor den britischen Abgeordneten, dass er keine Einwände gegen den geplanten Deal habe.

Für Rupert Murdoch ist das eine gute Nachricht – die aber keineswegs seine Probleme löst. Denn seit seine Firma 21st Century Fox im Dezember 2016 das Angebot für den TV-Sender Sky abgegeben hatte, hat sich eine kaum noch durchschaubare Gemengelage entwickelt, in deren Zentrum der Bezahlsender steht.

Zum einen hat Murdoch mit Walt Disney vereinbart, Teile seines Imperiums – darunter auch einen 39-prozentigen Anteil an Sky – an den US-Unterhaltungskonzern zu verkaufen. Für 52 Milliarden Dollar sollen das Filmstudio 21st Century Fox sowie Fernsehstationen wie FX oder National Geographic den Besitzer wechseln.

Nicht eingeschlossen in dem geplanten Deal sind der Nachrichtenkanal Fox News sowie diverse andere, kleinere Stationen. Murdoch hatte diese Transaktion damit begründet, „zurück zur ersten Liebe“ kehren zu wollen: Nachrichten und Sport. Ihn würden Filme und TV-Shows „zu viel Zeit kosten“.

Zum anderen hat der US-Medienkonzern Comcast im April diesen Jahres ein Gebot für Sky auf den Tisch gelegt, das über dem von 21st Century Fox liegt. Comcast-Chef Brian Roberts hat zudem kürzlich öffentlich überlegt, noch ein Gegenangebot zu der Offerte von Walt Disney für 21st Century Fox abzugeben.

Details sind nicht bekannt, aber Comcast soll auch hier bereit sein, mehr Geld auf den Tisch zu legen als der Rivale: Comcast arbeite, so heißt es in den USA, an einer Finanzierung von bis zu 60 Milliarden Dollar.

Dass sich die britische Regierung angesichts dessen entschlossen hat, den geplanten Sky-Deal nicht zu blockieren, ist nachvollziehbar. Schließlich deutet alles darauf hin, dass der TV-Sender letztlich so oder so nicht bei Murdoch, sondern bei Walt Disney oder Comcast landen dürfte. Die britische Regierung hat den Ball deswegen wieder in das Spielfeld von Murdoch und Walt Disney gespielt.

Dort muss man sich nun entscheiden, ob man das Gebot für Sky aufstockt. Comcast bietet derzeit 12,50 britische Pfund je Sky-Aktie, rund 16 Prozent mehr als 21st Century Fox.

An der Börse ist mit dem Angebot von Comcast im März jedenfalls die Hoffnung auf einen Bieterkampf aufgekommen – und damit auch der Aktienkurs in die Höhe geschossen. In London notierte die Sky-Aktie am Mittwochnachmittag bei 13,47 Pfund.

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