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Bieterwettkampf Pay-TV-Sender Sky wird versteigert

Die US-Konzerne Comcast und 21st Century Fox wollen beide Sky kaufen. Die britischen Behörden gehen nun einen ungewöhnlichen Schritt.
Update: 20.09.2018 - 13:38 Uhr Kommentieren
Sky: Bieterwettkampf soll per Auktion entschieden werden Quelle: dpa
Bezahl-TV-Anbieter Sky

Um den Pay-TV-Anbieter konkurrieren der US-Kabelanbieter Comcast und der Medienkonzern 21st Century Fox,

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Bieterwettkampf um den Pay-TV-Sender Sky soll mit einer Auktion entschieden werden. Das teilte die britische Wettbewerbsbehörde am Donnerstag mit. Es wäre ein dramatischer Höhepunkt des seit fast zwei Jahren laufenden Verkaufsprozesses.

Die Auktion soll aus maximal drei Runden bestehen, am Freitag starten und bis Samstag laufen. Für ein börsennotiertes Unternehmen ist dieses Verfahren sehr ungewöhnlich. Sky ist derzeit mit rund 30 Milliarden Euro bewertet. Dieser Preis könnte bei der Versteigerung noch übertroffen werden.

Um Sky konkurrieren der US-Kabelanbieter Comcast und der Medienkonzern 21st Century Fox, dem bereits 39 Prozent von Sky gehören. Eigentümer Rupert Murdoch wiederum will große Teile von Fox, inklusive der Sky-Beteiligung, wiederum an Walt Disney verkaufen.

Murdoch hatte bereits angekündigt, nach einer Übernahme von Sky den Nachrichtensender Sky News an Disney weiterzureichen, um Bedenken der britischen Aufsichtsbehörden entgegenzutreten.

Sky machte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 13,6 Milliarden Pfund (15,3 Milliarden Euro). Das bedeutete ein Plus von fünf Prozent. Deutschland und Österreich gehörten dabei zu den Märkten mit dem größten Wachstum. Der Nettogewinn stieg um 18 Prozent auf 815 Millionen Pfund.

Fox bot zuletzt 24,5 Milliarden Britische Pfund (rund 27,7 Milliarden Euro), wurde aber von Comcast überboten, das umgerechnet 29,3 Milliarden Euro zahlen will.

In einem größeren Rahmen wirft der Kampf um Sky ein Schlaglicht darauf, wie traditionelle Medienkonzerne mit Milliardeninvestitionen Netflix, Amazon und anderen Internetgrößen Paroli bieten wollen.

Die Wettbewerbshüter taten sich zunächst schwer, einer Übernahme durch Fox zuzustimmen, deshalb hing der Bieterwettbewerb monatelang in der Schwebe. Die Aufseher fürchteten, dass der Murdoch-Clan durch den Zukauf zu viel Einfluss auf die Medienlandschaft in Großbritannien bekommen könnte. Deshalb soll Sky News nun ausgegliedert werden.

Das Misstrauen gegen den 87 Jahre alten Medienmogul Rupert Murdoch sitzt in Großbritannien spätestens seit dem Abhörskandal um die 2011 eingestellte Wochenzeitung „News of the World“ tief. Jahrelang hatten Murdochs Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen.

Murdoch gehören bereits die auflagenstärkste Zeitung des Landes, das Boulevardblatt „The Sun“, die seriöse „Times“ und die gleichnamigen Sonntagszeitungen. Die Briten fürchten nicht nur den Einfluss auf die öffentliche Meinung, sondern auch auf die Politik.
Mit Agenturmaterial.

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