Bilanz-Kosmetik Blackberry trennt sich von Immobilien

Die Konkurrenz ist momentan zu stark, das Geschäft läuft schleppend. Nun zieht der Smartphonehersteller Blackberry die Konsequenz: Prestige-Objekte und teure Immobilien stehen bei der Firma künftig auf der Abschussliste.
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Das Gebäude soll natürlich im Eigenbesitz bleiben, beeilt sich die Blackberry-Geschäftsführung zu versichern: Die Firmenzentrale im kanadischen Waterloo. Quelle: ap

Das Gebäude soll natürlich im Eigenbesitz bleiben, beeilt sich die Blackberry-Geschäftsführung zu versichern: Die Firmenzentrale im kanadischen Waterloo.

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WaterlooDer angeschlagene Smartphone-Pionier Blackberry hübscht mit dem Verkauf von Immobilien seine Bilanz auf. Das Unternehmen rechnet mit 305 Millionen kanadischen Dollar (200 Millionen Euro) für den Großteil seiner Gebäude im Heimatland Kanada. Abnehmer ist die US-Immobiliengesellschaft Spear Street Capital.

Blackberry hatte den Verkauf bereits im Januar angekündigt, nannte aber erst jetzt auch Preis und Käufer. Die meisten der betroffenen Immobilien sollen noch in diesem Monat an den neuen Besitzer übergehen, der Rest bis Ende September.

Insgesamt geht es um 280 000 Quadratmeter an Büro- und Fabrikflächen sowie unbebautem Land. Einen Teil der Flächen will Blackberry zurückmieten. „Das Unternehmen wird weiterhin eine starke Präsenz in Kanada haben“, bekräftigte Blackberry. Die Firmenzentrale verbleibe in der Stadt Waterloo nahe Toronto.

Hintergrund des Schritts sind schwindende Smartphone-Verkäufe, wodurch die Produktion geschrumpft ist. Tausende Mitarbeiter wurden entlassen. Der Markt wird von Apples iPhone und Android-Handys wie Samsungs Galaxy-Reihe beherrscht. Chef John Chen will Blackberry nun auf Geschäftskunden ausrichten; er rechnet erst zum Geschäftsjahr 2016 mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

  • dpa
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