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Vor einem knappen Jahr wanderte „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann ins Silicon Valley aus. Was er dort gelernt hat und wie er die Springer-Zeitung umbauen will, verrät er im Handelsblatt-Interview.

Kommentare

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  • Diekmann wollte dem deutschen winter entfliehen und sich mal kalifornisch gehen lassen. Scheint gelungen, auch wenn seine beobachtungen doch recht oberflächlich bleiben bzgl zukunft der medien. Bei bild ist eh alles iO: kein niveau geht immer, dazu gaaanz nah dran am menschen und schon wirds spannend. Allerdings nur kurz - für eine gedruckte zeitung mE zu kurz. Daher nichts wie ab in den digitalen raum und feuer frei! Wenn die story heiss genug und das abo-system simpelst ist, dann kann die bild als dauerblog sicher vor allem mit gezielter werbung a la facebook umsatz machen! Dazu hatte man allerdings nicht gen westen reisen müssen. Aber wenn sich das unvermeidliche mit dem angenehmen verbinden lässt - why not?! Ich muss auch dringend gen westen, der zukunft wegen...

  • Eine bestimmte Anzahl von Klicks frei und danach Schmerzensgeld für die gequälten Bild-Leser.

  • Der Artikel über die Springer-Strategie bezieht sich ja eigentlich NICHT auf Inhalte - im Gegensatz zu fast allen Kommentaren hier.

    Ich denke, dass Springer hier in der Tat recht clever agiert, indem es sich "Anregungen" holt. Dem Fakt Rechnung zu tragen, dass das MEDIUM Internet eine Papierzietung ablöst, die - bezogen auf Nachrichten - veraltet sien muss, ist ein Gebot der Zeit.

    Ein Bezahlmodell zu finden, das Kunden auch bezahlen wollen, ist triviales Interesse auch anderer "jammernder" Blätter. Es gibt eine Menge Artikel, für die ich nicht bezahlen würde. Und wenn dann doch mal EINER so gut ist, dann möchte ich auch genau den - keinen anderen und auch nicht eine ganze Zeitung. Wenn ich mehrere Artikel so gut finde, dann lohnt sich die Zeitung (also ich meine digital) evtl., und dann spricht auch einiges dafür, dass ein Abo wirklich für mich interessant sien könnte. Einem solche Interessengang zu folgen, ist für einen Verlag nicht blöd.

    Auch die mundgerechte Zusammenstellung - man mag sie mögen oder nicht - wird eine Zukunft haben. Damit besteht dann auch immer weniger Gefahr. falsche Gedanken zu haben ;-)

    Zuletzt: Expertise um Themen zu scharen statt Themen aus dem Blickwinkel des überwiegend funktional orientierten Jouries abzuhandeln entspricht der Prozessorieniterung, die andere Unternehmen schon lange praktizieren - auch nciht verkehrt.

    Das alles macht einen vernünftigen Eindruck und ist von den INHALTEN einer Bild o.ä. zunächst mal ganz unabhängig.

  • In Deutschland herrscht per Allierten-Zwang die Medienhoheit bis 2099...
    Nix freie Presse!

  • Man lese den Artikel der ehemaligen Chefberaterin der Weltbank Karin Hudes: die Mehrzahl der westlichen Medien sind von den USA gekauft ! (siehe unten,letzter Abschnitt)

    http://www.politaia.org/wirtschaft/banken/weltbank-insiderin-westliche-machtstrukturen-brechen-zusammen/

    Wenn man den täglichen Mainstream mit etwas klarem Verstand verfolgt und sich zusätzlich noch alternativ informiert, so verwundert diese Aussage nicht.

  • Da holt einer aus seiner Midlife Crisis kreatives Potential. Würde mich nicht wundern, wenn sich der Mann auch eine Harley gekauft und 'ne flotte Valley-Mieze zugelegt hat. Vom geschniegelten Jüngling zum kauzigen Revoluzzer....ich bin gespannt auf Diekmanns Output.

  • Ich denke, um zu lernen, worauf es bei "erfolgreichem" Journalismus ankommt mußte der Gute sicherlich nicht nach den USA reisen. Bild-Chefredakteur wird man nicht einfach so.
    Wer ihn nacheifern will, die Erfolgsstrategie ist bereits vor ca. 150 Jahren beschrieben worden:

    Es gibt hier und heute in Amerika nichts, was man als unabhängige Presse bezeichnen könnte. Sie wissen das und ich weiß das. Es gibt keinen unter Ihnen, der es wagt seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn Sie sie schrieben, wüssten Sie im voraus, dass sie niemals gedruckt würde. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, meine ehrliche Überzeugung aus der Zeitung, der ich verbunden bin, herauszuhalten. Anderen von Ihnen werden ähnliche Gehälter für ähnliches gezahlt, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde auf der Straße und müsste sich nach einer anderen Arbeit umsehen. Würde ich mir erlauben, meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung erscheinen zu lassen, würden keine vierundzwanzig Stunden vergehen und ich wäre meine Stelle los. Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, freiheraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen. Sie wissen es, ich weiß es, wozu der törichte Trinkspruch auf die unabhängige Presse. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen reicher Menschen hinter der Szene. Wir sind die Marionetten, sie ziehen die Schnüre und wir tanzen. Unsere Talente, unsere Fähigkeiten und unsere Leben sind alle das Eigentum anderer. Wir sind intellektuelle Prostituierte. John Swinton, berühmter New Yorker Journalist (um 1880)

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Erfolgreicher Journalismus bedingt immer eine freie, politisch unabhängige Presse, wovon wir in Deutschland leider noch meilenweit entfernt sind.

  • Computer aus, Redakteure frei und ihren eigentlichen Aufträgen folgend. Das wäre der richtige Weg.

    Eine geänderte Bild braucht man genau so wenig wie die bereits existierende.

    Aber was sag ich denn, fast 4 Millionen Käufer und (mindestens) geschätzte 12 Millionen Leser können sich nicht irren.

Mehr zu: „Bild“-Chef Kai Diekmann - „Erfolgreicher Journalismus hängt nicht am Papier“