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Billy Six In Venezuela verhafteter Journalist will Bundesregierung verklagen

Wegen Spionageverdacht und Rebellion saß Billy Six in Venezuela in Haft. Jetzt ist er zurück in Deutschland – und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung.
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„Ich möchte erreichen, dass nie wieder einem deutschen Staatsbürger passiert, was mir passiert ist.“ Quelle: dpa
Journalist Six am Flughafen in Berlin

„Ich möchte erreichen, dass nie wieder einem deutschen Staatsbürger passiert, was mir passiert ist.“

(Foto: dpa)

Die Haft hat Spuren hinterlassen: Billy Six sieht abgemagert aus, seine Wangen sind eingefallen, seine Haut wirkt fahl. Vier Monate war der Reporter in einem Gefängnis der venezolanischen Geheimpolizei inhaftiert. Spionage und Rebellion lauteten die Vorwürfe, ihm drohten bis zu 28 Jahre Haft.

Jetzt ist Six zurück in Deutschland – und erhebt schwere Vorwürfe. Allerdings nicht gegen das venezolanische Regime, sondern gegen die Bundesregierung. Die deutsche Botschaft in Caracas habe ihn im Stich gelassen, sagt Six, nicht ein einziges Mal habe sie gegen seine Inhaftierung protestiert.

Seine Freilassung sei der Intervention des russischen Außenministers zu verdanken. Am Dienstag sitzt Six in Berlin vor einer kleinen Gruppe Journalisten, er trägt eine blaue Anstecknadel: „Free Billy“, steht darauf. „Ich möchte erreichen, dass nie wieder einem deutschen Staatsbürger passiert, was mir passiert ist“, sagt er. Sein Vater kündigt an, die Bundesregierung zu verklagen.

Six, 1986 in Berlin geboren, hat aus Venezuela für die nationalkonservative Zeitung „Junge Freiheit“ berichtet. Das sei der Grund für die unterlassene diplomatische Hilfeleistung gewesen, so seine Unterstützer aus dem rechten Lager. Die Bundesregierung weist das zurück. Der Journalist sei während seiner Haft konsularisch betreut worden, beteuert das Auswärtige Amt. Der Fall Six wird wohl bald den Bundestag beschäftigen: Die AfD will eine Aktuelle Stunde beantragen.

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