Bitkom IT-Branche staunt über den Boom

Es sind nur zwei Zahlen, doch sie zeigen deutlich, warum es der IT-Branche so gut geht. Um 47 Prozent wird die Menge aller weltweit gespeicherten Daten im kommenden Jahr wachsen. Fast unvorstellbare 1,8 Zettabyte an Informationen werden Silvester 2011 irgendwo auf der Erde auf Computern lagern. So haben es die Marktforscher von IDC vorhergesagt.
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August-Wilhelm Scheer, Präsident des deutschen Branchenverbands Bitkom. Quelle: Reuters

August-Wilhelm Scheer, Präsident des deutschen Branchenverbands Bitkom.

(Foto: Reuters)

MÜNCHEN. Die Datenflut ist nur ein Grund, warum die IT-Branche boomt. Mit neuen Techniken wie dem Cloud-Computing, mit innovativen Rechnern vom Schlage eines iPad und immer mehr Einsatzfeldern wächst die Industrie wesentlich stärker als die meisten anderen Branchen. Weltweit werden die IT-Ausgaben kommendes Jahr um mehr als fünf Prozent anziehen, schätzen die IDC-Experten. Und das, obwohl es schon dieses Jahr um sechs Prozent nach oben ging.

„Die Konjunkturkrise ist bei uns vergessen, wir blicken sehr positiv ins nächste Jahr hinein“, sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des deutschen Branchenverbands Bitkom. Eine neue Umfrage hat ergeben: Die Mitglieder des Zusammenschlusses der High-tech-Firmen waren noch nie so zuversichtlich wie in diesen Tagen. Mehr als 80 Prozent aller Befragten rechnen für das nächste Jahr mit steigenden Erlösen, so Scheer. Das ist neuer Rekord.

Allerdings müssen sich die Betriebe in Deutschland mit etwas weniger Wachstum zufrieden geben als im globalen Maßstab. Dieses Jahr sind die Umsätze laut Bitkom um 1,4 Prozent geklettert. Doch auch das ist besser, als zunächst erwartet. „Zu Jahresbeginn hatten wir noch mit einer Null gerechnet“, meint Scheer. Kommendes Jahr werden die Erlöse der IT- und Telekommunikationsfirmen (ITK) hierzulande dann um zwei Prozent auf 144,5 Milliarden Euro steigen.

Derzeit boomen selbst die Bereiche, die lange Jahre hinweg zu kämpfen hatten. Zwischen Juli und Ende September haben die Computerhersteller rund um den Erdball gut zehn Prozent mehr Rechner ausgeliefert als im Vorjahr, alles in allem 88 Millionen Stück.

Das lag nicht nur an den Privatkunden, die sich auf attraktive neue Geräte wie den iPad von Apple stürzen. Den Experten von i-Suppli zufolge haben sich mehr und mehr Firmen daran gemacht, ihre in die Jahre gekommenen PCs auszutauschen. Während der Flaute hatten viele Betriebe die Budgets für neues Equipment drastisch gekürzt. Das Problem dabei: Je älter die Hardware wird, desto aufwendiger ist die Wartung.

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