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Blackberry-Hersteller RIM Untergang befeuert

Der kanadische Blackberry-Hersteller RIM müht sich seit Monaten vergebens ab, seine Absatzzahlen wieder auf Kurs zu bringen. Mit dem neuen Amazon-Tablet Kindle Fire kommt alles noch schlimmer.
30.09.2011 - 15:23 Uhr Kommentieren
RIM-Chef Mike Lazaridis hält den Tablet-PC Playbook in der Hand. Quelle: dapd

RIM-Chef Mike Lazaridis hält den Tablet-PC Playbook in der Hand.

(Foto: dapd)

San Francisco/Waterloo/Düsseldorf Weiter hätten Anspruch und Wirklichkeit kaum auseinander liegen können. „Wir sind weltweit sehr erfolgreich“, ließ der Vorstandschef des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM), Mike Lazardis im Frühjahr dieses Jahres verlauten. „Wir sind ein Produkt mit Kultcharakter“. 

Der Blackberry, ein Kultprodukt? Das war einmal, die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Während es der Konkurrenz offenbar gelingt, in Konsumenten die Vorstellung zu wecken, Besitzer von iPhones oder iPads sind nicht nur beruflich erfolgreich, sondern gleichzeitig auch kreativ und vielseitig interessiert, gelten die Produkte aus dem Hause RIM als die Effizienzmaschinen trister Zahlenjongleure. Schwarzbrot also.

Ein Ruf, der die Verkaufszahlen einbrechen lässt. In atemberaubendem Tempo verdrängt Apples iPhone in aller Welt den Blackberry aus den Sakkotaschen der Manager. Obwohl der Smartphone-Markt rasant wächst, fällt der einstige Pionier immer weiter zurück. Im Quartal Juni bis August lieferte RIM 1,5 Millionen Geräte weniger aus als im Vorjahreszeitraum – und Apple verkaufte mit 20,3 Millionen iPhones fast das Doppelte. Das Marktforschungsunternehmen IDC rechnet bislang damit, dass der Marktanteil von Blackberrys weiter fällt von in diesem Jahr noch 14,2 Prozent auf 13,4 Prozent im Jahr 2015.

Ein Feuerwerk neuer Modelle soll den Untergang stoppen. Anfang August überraschte RIM mit gleich fünf neuen Smartphone-Modellen. Bei den Geräten setzt der Hersteller auf die beliebten Touchscreen-Displays. Auch zwei neue Modelle der Klassikerbaureihe Bold werden mit berührungsempfindlichen Bildschirmen ausgestattet, sie behalten aber gleichzeitig ihre bekannte physische Tastatur. Hinzu kommen drei neue Torch-Modelle, zweimal mit reinem Touchscreen-Display, einmal zusätzlich mit ausschiebbarer Tastatur.

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    Allerdings werden auch die jetzt vorgestellten Geräte von dem in die Jahre gekommenen Blackberry-Betriebssystem angetrieben. RIM verspricht aber Detailverbesserungen wie ein schnelleres Surfen im Web. Spätere Modellgenerationen sollen einmal vom leistungsfähigeren Betriebssystem QNX angetrieben werden.
    Die neuen Blackberrys sind seit kurzem im Handel. Damit besitzt RIM gegenüber Apple einen Zeitvorteil: Das iPhone 5 wird erst ab Mitte Oktober verkauft. Zumindest zwei der neuen RIM-Geräte verfügen wie das iPhone über ein Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl. Ob damit der Einstieg in den Massenmarkt gelingt, ist allerdings fraglich.

    Weder Fisch noch Fleisch bei den Tablets
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