Blavatnik Russischer Oligarch will MGM-Filmstudios

Seit Monaten des das legendäre US-Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer zum Verkauf. Nun hat ein vermögender Russe seinen Hut in den Ring geworfen. Len Blavatnik hat Interesse an einem Kauf signalisiert. Es wäre alles eine Frage des Preises.
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Zum MGM-Imperium gehört auch das Riesenhotel in Las Vegas. Quelle: ap

Zum MGM-Imperium gehört auch das Riesenhotel in Las Vegas.

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HB LOS ANGELES. „Zum richtigen Preis ist das ein tolles Objekt“, sagte Investor Len Blavatnik der „Financial Times“ am Montag. Das Studio sei eine gute „Media-Plattform für das 21. Jahrhundert“. Blavatnik und seine Access Industries tummeln sich bereits im Mediengeschäft: Sie hatten den britischen Arm von Mel Gibsons Filmfirma Icon übernommen und sind an Warner Music sowie der britischen Mediengruppe Top-Up TV beteiligt.

MGM steht wegen seiner drückenden Schuldenlast zum Verkauf. Die Kreditgeber sammeln bis Freitag Angebote ein. Erwartet wird ein Preis um die 1,5 Mrd. $. Mehr sei im Moment nicht drin, schreibt die Zeitung, da die schwächelnden DVD-Verkäufe den Wert der Filmbibliothek geschmälert hätten. MGM besitzt die größte Filmsammlung von Hollywood mit mehr als 4 000 Titeln, darunter Klassiker wie „Rocky“ oder „Manche mögen's heiß“. Auch die Rechte an „James Bond“ liegen bei MGM.

Das Filmstudio gehört einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, darunter dem japanischen Elektronikkonzern Sony und dem Kabelanbieter Comcast . Sie hatten MGM 2005 für fünf Mrd. Dollar übernommen.

Wie bei solchen Geschäften üblich, bürdeten sie dem Zukauf den Großteil der Schulden auf. Das Studio ächzt nun unter einer Bürde von vier Mrd. Dollar. Zuletzt produzierte MGM nur noch wenige Filme pro Jahr, der nächste „Bond“ wird im kommenden Jahr erwartet.

Der russische Investor Blavatnik war in Deutschland vor allem durch seinen zwischenzeitlichen Einstieg bei Air Berlin bekannt geworden. Er ist auch am insolventen Chemiekonzern LyondellBasell beteiligt. Noch steuere das Mediengeschäft nur einen „klitzekleinen“ Teil zum Umsatz von Access Industries bei, sagte Blavatnik. „Aber in drei bis fünf Jahren würde ich gerne mehr Medien- und Telekomgeschäfte besitzen als jetzt, besonders im digitalen Bereich.“ Ihm sei allerdings sehr wohl bewusst, dass schon viele im Mediengeschäft gescheitert seien. „Ich möchte nicht das nächste Opfer sein.

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