Bob Metcalfe und die Tech-Promis In der Schmiede der technologischen Revolution

Das Festival „South by Southwest” in Austin gilt als Davos der Digital-Branche, hier werden Innovationen aus aller Welt gezeigt. Auch Bob Metcalfe sucht nach der nächsten Revolution. Besuch bei einem Internet-Pionier.
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In Austin trifft sich gerade die Silicon Valley-Prominenz mit ihren Fans. Quelle: dpa
Das South by Southwest-Festival

In Austin trifft sich gerade die Silicon Valley-Prominenz mit ihren Fans.

(Foto: dpa)

AustinSchwungvoll öffnet der großgewachsene Mann die Tür und stakst durch das Hippie-Café “Hideout”. Freundlich streckt er der Besucherin die große Hand entgegen. Für den Moment ähnelt Bob Metcalfe mehr seinen baltischen Vorfahren, die einst zu dem Abenteuer in die neue Welt Amerika auftauchten, als dem Absolventen der feinen Elite-Universitäten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und Harvard. Auch die einfache Jeans und das rote Baumwollhemd ließen nicht unbedingt auf einen Milliardär schließen, wenn nicht die bewusst zur Schau getragene Lässigkeit in Tech-Kreisen längst Klischee geworden wäre.

Metcalfe ist ein Mann mit vielen Talenten. Der Tüftler erfand in den 1970er Jahren die entscheidenden Technologien, auf denen das gesamte Internet und der erstaunliche Silicon Valley-Boom fußt. Nebenbei wirkte er als Investor und gab die PC-Zeitung InfoWorld heraus. Damit ist der Internet-Pionier der wohl einflussreichste Einwohner der Tech-Stadt Austin, die derzeit von Geeks, Künstlern und Programmieren aus aller Welt besucht wird. Bei dem Festival “South by Southwest” diskutieren fünf Tage lang über 30.000 Teilnehmer in 800 Sessions über neue Technologien aus aller Welt.

Das digitale Happening gilt längst als “Davos of Digital”, obgleich sich unter den Besuchern, die mal in Cowboy-Stiefeln und ausgefransten Shorts, mal mit Nerd-Brille und Motto-Shirt die Tequila-Kneipen und Saloons bevölkern oder sich um das dunstige Barbecue-Feuer scharen, so gut wie keine Anzugträger sind.

Bereits seit 28 Jahren kommt die erste Riege der Silicon Valley-Prominenz gemeinsam mit Fans aus der ganzen Welt nach Austin, die 900.000 Einwohner-Kleinstadt am Colorado River, der ausgesprochen liberalen und alternativen Enklave im sonst so konservativen Bundesstaat Texas. Schließlich gilt das Festival als Trendsetter. Der Kurznachrichtendienst Twitter schaffte hier ebenso den Durchbruch wie das soziale Netzwerk Foursquare.

20 Gadgets, die Sie kennen sollten
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Jetzt hat man das Problem: die Eizellen sind aufgetaut, für deren Aufbewahrung Apple 20 Jahre lang bezahlt hat - und schon droht echte Babybetreuung. 4moms verspricht Rettung: Mamaroo heißt das Gadget, das den Nachwuchs ganz so in den Schlaf schaukelt, wie es Mama tun würde. Fünf Schaukelmodi sind einstellbar. Natürlich muss Mama dafür nicht anwesend sein, das kann auch eine iPad-App erledigen. Ab 250 Dollar.

Bild: C. Kerkmann

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Ein echt abgehobenes Gadget ist der Bluetooth-Lautsprecher CE Air2 der Firma Axxess Ce - sein Oberteil schwebt wie von Geisterhand bewegt in der Luft.

Bild: dpa

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Der Wunschtraum aller Selfi-Fotografen: Die Drohne, die dir überall hin folgt. Zano folgt per Bluetooth dem verbundenen Smartphone in der Hosentasche oder per Bilderkennung einem vorgegebenen Ziel. Vier Motoren, Flugdauer rund zehn Minuten, HD-Video. Bluetooth, GPS, Wifi.

Bild: A. Postinett

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3D-Druck kann ganz schön süß sein: Dieser Automat presst essbaren Teig durch seine Düsen und backt ihn anschließend – die Vorlage erstellen Nutzer am Computer. Den Preis nannte der taiwanische Hersteller XYZ Printing nicht, das Gerät dürfte sich allerdings eher an Konditoren als an Profibäcker richten.

Bild: C. Kerkmann

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Schlauer den Berg runter: Cerevo hat eine smarte Snowboard-Bindung entwickelt, die mit Sensoren zahlreiche Informationen erfasst und aufs Smartphone funkt. Wintersportler erfahren etwa, wie schnell sie sind, welche Strecke sie zurückgelegt haben, aber auch, wie sie die Füße belasten. Nebenbei sorgt das Gerät noch für schicke Beleuchtung. Es soll in den USA zwischen 400 und 600 Dollar kosten.

Bild: C. Kerkmann

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Wer wüsste besser über den Hüftumfang Bescheid als unser Gürtel? Nach diesem Prinzip funktioniert der Belty der Firma Emiota: Er schlägt Alarm, wenn mal wieder abgespeckt werden sollte.

2015 Consumer Electronics Show in Las Vegas
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Das passende Sportgerät für Couch Potatoes darf natürlich auch nicht fehlen: Aus dem Tao Chair for Wellness muss sich niemand erheben, wenn er Fitnessübungen machen will. Fragt sich nur, was das Geschaukel wirklich bringt...

Wie jedes Jahr geht es auch dieses Mal vor allem um neue Wege der Kommunikation. In Talks, Panels und Diskussionen sprechen Experten und Laien über vernetzte Autos, 3D-Drucker, Fitnessarmbänder, neue Dienste wie den viel diskutierten neuen Video-Streaming-Dienst Meerkat. Immer jedoch sprechen die Teilnehmer damit auch über die Grundfrage der Technologie, die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, für die Metcalfe in Palo Alto, Silicon Valley, dereinst die Grundlage legte.

Ein guter Freund von Steve Jobs
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