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Boom hält an Smartphones verdrängen Einfach-Handys

Haben Sie schon eines? Smartphones werden in Deutschland immer beliebter. Auch das Geschäft mit mobilen Datendiensten boomt. Trotzdem sind die Netzbetreiber unzufrieden: Sie wettern gegen „überzogene Regulierung“.
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In jeder Hand ein Smartphone: Die kleinen Computer werden in Deutschland immer beliebter. Quelle: AFP

In jeder Hand ein Smartphone: Die kleinen Computer werden in Deutschland immer beliebter.

(Foto: AFP)

DüsseldorfSmartphones verdrängen einfache Handys fast vollständig aus dem deutschen Markt. In diesem Jahr erreichen sie nach einer Prognose des Technologie-Branchenverbandes Bitkom einen Marktanteil von 81 Prozent. Herkömmliche Mobiltelefone seien zum Nischenprodukt geworden, sagte Jens Schulte-Bockum, Deutschland-Chef von Vodafone und Präsidiumsmitglied des Bitkom, bei der Vorstellung der Zahlen am Donnerstag: „Mobile Technologie setzt sich auf breiter Front durch.“

Dank des Smartphone-Booms wächst der Markt kräftig. 2013 werden in Deutschland voraussichtlich 34,6 Millionen Mobiltelefone verkauft, ein Plus von 9,3 Prozent. Der Umsatz steigt der Prognose zufolge um ein Fünftel auf 9,2 Milliarden Euro, vor allem dank der hochwertigen Smartphones, die inzwischen 96 Prozent zu den Erlösen beisteuern. Die Zahlen stammen vom Bitkom-eigenen Marktforschungsinstitut Eito.

Die Nachfrage nach den leistungsfähigen Geräten halte den durchschnittlichen Preis fast konstant, sagte Schulte-Bockum – er sinke um nur 10 auf 315 Euro. Große Bildschirme mit hoher Auflösung seien ebenso gefragt wie leistungsstarke Prozessoren. Vor dem Durchbruch stehe der Turbo für die Datenübertragung, LTE: „Alle Top-Geräte seit dem Weihnachtsgeschäft sind LTE-fähig, dieser Trend wird sich 2013 fortsetzen.“

Für die Netzbetreiber wird das mobile Internet zum Geschäft der Zukunft. Der Umsatz mit Sprachdiensten wird der Prognose zufolge in diesem Jahr erneut sinken und liegt nach einem Minus von 7 Prozent noch bei 11,9 Milliarden Euro. Dagegen erwartet der Bitkom bei den mobilen Datendiensten ein Plus von 10 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. „Schon nächstes Jahr dürften die Umsätze 50:50 zwischen Sprach-und Datendiensten verteilt sein“, sagte Schulte-Bockum.

Einen schnelleren Ausbau des leistungsfähigen LTE-Netzes verhindere jedoch die Bundesnetzagentur, kritisierte der Bitkom. Die Behörde bearbeite die Anträge für neue LTE-Sendestationen mangels Personal nur mit erheblicher Verzögerung, 7000 müssten derzeit abgearbeitet werden. „Wir appellieren an die Politik, diese Prozesse zu beschleunigen“, sagte Schulte-Bockum.

Er forderte zudem Erleichterungen für die Branche. Durch die „überzogene Regulierung seitens der EU“ würden der Mobilfunk-Branche hunderte von Millionen Euro entzogen, die für den Netzausbau notwendig seien. „Wir sind regulatorisch in einen Irrweg reingelaufen“, sagte der Vodafone-Manager.

Die Politik müsse bestimmte auslaufende Lizenzen verlängern, um „nachhaltige Investitionsreize“ zu setzen. Das gelte für den GSM-Standard wie auch für UMTS. Ein ideales Szenario sei, diese sowie freiwerdende TV-Frequenzen in einem Paket zu versteigern – mit einer „gesamtheitlichen Betrachtung“ könnten eine künstliche Knappheit und damit „unangemessen hohe Frequenzkosten vermieden werden“.

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1 Kommentar zu "Boom hält an: Smartphones verdrängen Einfach-Handys"

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  • In meiner Region gibt es nicht einmal ein funktionierendes Handynetz, da reden die schon von Smarphones und LTE.

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