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Branchenkreise Sony will LCD-Sparte aufgeben

Branchenkreisen zufolge erwägt Sony, aus dem Geschäft mit LCD-Fernsehern auszusteigen. Das japanische Elektronikunternehmen wolle so Einsparungen erzielen, um mehr in das Geschäft mit Smartphones zu investieren.
30.10.2011 - 15:24 Uhr Kommentieren
Smartphones vom Elektronikriesen Sony. Quelle: Reuters

Smartphones vom Elektronikriesen Sony.

(Foto: Reuters)

Tokio Im Rennen um das lukrative Smartphone-Geschäft will Sony offenbar Ballast abwerfen: Branchenkreisen zufolge erwägt das Management, den knapp 50-prozentigen Anteil am Gemeinschaftsunternehmen für Flüssigkristall-Bildschirme an den südkoreanischen Partner Samsung abzugeben. Damit sollten Einsparungen erzielt werden, sagten mit der Überlegungen vertraute Personen in Tokio. Der japanische Elektronik- und Unterhaltungsriese steht unter Druck, seine Beschaffungskosten zu reduzieren. Denn die Preise für LCD-Bildschirme fallen derzeit rapide wegen des weltweiten Überangebots.
Sony will im Smartphone-Markt Boden gutmachen und zu Platzhirschen wie Apple aufschließen. Dazu haben die Japaner jüngst beschlossen, das glücklose Handy-Joint-Venture mit dem schwedischen Telekom-Ausrüster Ericsson nach zehn Jahren komplett zu übernehmen und in eigener Regie zum Erfolg zu führen. Ein Klotz am Bein ist für Sony das verlustträchtige Fernsehergeschäft, von dem der Konzern weniger abhängig werden will. Zu der Sparte gehört die Gemeinschaftsfirma S-LCD, in der Sony gemeinsam mit Samsung Flüssigkristall-Bildschirme produziert.
Den Branchenkreisen zufolge will sich Sony rasch von S-LCD trennen. Es gebe dazu aber noch keine Verständigung mit Samsung über die Konditionen und einen Zeitplan. Der japanischen Wirtschaftszeitung „Nikkei“ zufolge strebt Sony eine Verkaufsvereinbarung bis zum Jahresende an. Sowohl Sony als auch Samsung lehnten Stellungnahmen ab. Bereits im Juli hatte die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ über ein Ende der Kooperation berichtet. Sony hatte dies damals zurückgewiesen. Der japanische Konzern legt am Mittwoch Quartalszahlen vor.

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