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Branchenverband ZVEI Elektrobranche zuversichtlich für 2018 - Sorge vor Handelskrieg

Deutschlands Elektrofirmen blicken zuversichtlich auf die kommenden Monate. Ein Thema bereitet dem Präsident des Branchenverbands größere Sorge.
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Wachsende Handelskonflikte seien „ein unkalkulierbares Risiko für die Weltwirtschaft“, betonte der ZVEI-Präsident. Quelle: dpa
Michael Ziesemer

Wachsende Handelskonflikte seien „ein unkalkulierbares Risiko für die Weltwirtschaft“, betonte der ZVEI-Präsident.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie deutsche Elektroindustrie schaut nach einem kräftigen Start zuversichtlich auf das laufende Jahr. „Die bereits sehr gute Geschäftsentwicklung des vergangenen Rekordjahres hat sich weiter beschleunigt“, erklärte Michael Ziesemer, Präsident des Branchenverbands ZVEI, am Montag in Frankfurt. Für Unsicherheit sorgt aber der Handelsstreit zwischen den USA und China. Daher werde die „eher konservative“ Prognose von preisbereinigt drei Prozent Produktionswachstum nicht erhöht, hieß es weiter.

Wachsende Handelskonflikte seien „ein unkalkulierbares Risiko für die Weltwirtschaft“, betonte Ziesemer. Die USA und China, die sich jüngst gegenseitig mit milliardenschweren Einfuhrzöllen gedroht hatten, seien die größten Absatzmärkte der deutschen Elektroindustrie. Das Handelsvolumen mit beiden Ländern betrug 2017 zusammen 95 Milliarden Euro - fast die Hälfte des Warenaustauschs mit allen Ländern Europas. Ein möglicher Handelskrieg könne die hiesige Schlüsselbranche mit 872.000 Beschäftigten nicht kalt lassen, warnte Ziesemer. „Unsere Unternehmen würden die Folgen schnell zu spüren bekommen.“

Die Elektroindustrie hatte 2017 dank der starken Weltwirtschaft einen Rekordumsatz von 192 Milliarden Euro verzeichnet. Für das laufende Jahr rechnet der ZVEI mit 197 Milliarden Euro. Für Januar und Februar zusammen hatte der Verband bereits ein Umsatzplus von 8,1 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum verzeichnet.

Indes warnte der ZVEI vor Fachkräftemangel, der die Branche bremse. Fast alle Elektro-Unternehmen hätten Probleme, genug Mitarbeiter mit Fachwissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (MINT) zu gewinnen. Bei jeder dritten akademischen MINT-Stelle bräuchten Firmen bis zu sechs Monate, um sie zu besetzen.

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  • dpa
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