Breitband-Lücken Viele Firmen warten auf den Anschluss

Der digitale Wandel ist im vollen Gange – doch viele Firmen sind noch schlecht gerüstet. Vor allem schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor. Und wer keinen hat, sitzt auf heißen Kohlen.
Schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor für viele Unternehmen. Quelle: dpa
Internet-Zugang

Schnelle Internetanschlüsse gelten als wichtiger Standortfaktor für viele Unternehmen.

(Foto: dpa)

München/BerlinDie Geduldsprobe beginnt in manchen Büros täglich neu direkt nach dem Hochfahren des Rechners: E-Mails gehen nur stockend über den Draht, die wichtige Internetplattform öffnet sich erst beim fünften Anlauf, und an Videokonferenzen ist erst gar nicht zu denken – noch immer fehlt vielen Unternehmen vor allem in ländlichen Regionen der Anschluss an die schnelle Datenautobahn.

Abhilfe soll jetzt auch mit dem Milliarden-Förderprogramm für den Breitbandausbau des Bundesverkehrsministeriums geschaffen werden. Ob es Deutschland damit aber wie geplant schafft, in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 an der Spitze mitzumischen, bleibt vorerst abzuwarten.

Insgesamt 2,7 Milliarden Euro an Fördermitteln haben Bund und Länder für den Breitbandausbau eingeplant, die ersten Gelder sind schon auf dem Weg. Ehrgeiziges Ziel dabei: Bis 2018 sollen damit die letzten weißen Flecken auf der Landkarte verschwinden und flächendeckend alle Regionen mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde versorgt sein.

Bisher kann man davon mancherorts nur träumen. In Bayern etwa, das sich sonst oft als High-Tech-Standort rühmt, bleibt das Netz trotz aller Ausbaupläne bisher löchrig, wie der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages, Peter Driessen, beklagt. Immer wieder komme es vor, dass ganze Gewerbegebiete beim Breitbandausbau schlicht vergessen würden.

„Dann schauen die Unternehmen in die Röhre oder müssen sich um teure Ersatzlösungen kümmern.“ Dabei gelte die Breitbandversorgung mittlerweile bei vielen Unternehmen als wichtigstes Infrastrukturkriterium - „noch vor der Energieversorgung oder der Verkehrsanbindung“, sagt Driessen.

Die 10 führenden IT-Dienstleister Deutschlands
Platz 10: Dimension Data
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Auf dem zehnten Platz landet Dimension Data (unser Bild zeigt die Firmenbroschüre) mit einem Umsatz von 440 Millionen Euro (2013: 224 Millionen). Die Zentrale des globalen Unternehmens liegt im südafrikanischem Johannesburg, in Deutschland ist Bad Homburg der Hauptstandort.

Das Managementberatungs-Unternehmen Lünendonk hat die zehn führenden IT-Service-Unternehmen in Deutschland zusammengestellt. Dazu hat es den Umsatz von mehreren Branchenvertretern im Jahr 2014 verglichen.

Platz 9: BWI Informationstechnik
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Auf Rang neun liegt die BWI Informationstechnik mit 643 Millionen Euro Umsatz (2013: 642 Millionen). Die Gesellschaft mit Rechtsform GmbH wurde im Jahr 2006 von Bundeswehr (49,9 Prozent Anteil), Siemens (50,05 Prozent) und IBM (0,05 Prozent) gegründet, um die nichtmilitärische Informations- und Kommunikationstechnik der Bundeswehr zu betrieben und zu modernisieren. Die BWI hat ihren Firmenhauptsitz in Meckenheim (Bild).

Platz 8: Fiducia
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Die Fiducia besetzt mit einem Erlös von 734 Millionen Euro den achten Rang (2013: 733 Millionen). Das Kerngeschäft der 1924 gegründeten Aktiengesellschaft sind IT-Dienstleistungen für Volksbanken und Raiffeisenbanken. Unter anderem betreibt die Fiducia ein Hochsicherheits-Rechenzentrum im Raum Karlsruhe (Bild).

Platz 7: GAD eG
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Auf Platz sieben liegt die GAD eG mit einem Umsatz von knapp 774 Millionen Euro (2013: 761 Millionen). In IT-Fragen betreut sie Volks- und Raiffeisenbanken, Zentralinstitute sowie weitere Unternehmen in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, etwa Schwäbisch Hall, Union Investment und R+V. Ihren Firmensitz hat die eingetragene Genossenschaft in Münster (Bild).

Platz 6: Atos
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Auf Rang sechs landet Atos (unser Bild zeigt die Homepage des Unternehmens) mit einem Erlös von 992 Millionen Euro (2013: 1,1 Milliarden). Die als Societas Europae registrierte Firma bedient unter anderem Kunden aus den Bereichen Verteidigung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe und Medien.

Platz 5: HP
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Hewlett Packard Deutschland Services erwirtschaftete 1,34 Milliarden Euro, das entspricht dem fünften Rang (2013: 1,37 Milliarden). Die Zentrale der US-Firma liegt im kalifornischen Palo Alto (Bild), die deutsche Hauptniederlassung befindet sich in Böblingen.

Platz 4: Computacenter
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Computacenter belegt mit einem Erlös von 1,45 Milliarden Euro Platz vier (2013: 1,5 Milliarden). Das Unternehmen berät Organisationen hinsichtlich ihrer IT-Strategie. Zudem errichtet und betreibt es Netzwerk- und Rechenzentren. Die deutschen Geschäftstellen der britischen Firma befinden sich in Kerpen, Berlin und Ratingen.

Leidvolle Erfahrungen mit dem Thema hat beispielsweise die Firma Amenda Transporte im oberbayerischen Markt Hohenwart gemacht. Seit vielen Jahren plagen sich Dispositionsleiterin Petra Amenda und ihre Mitarbeiter mit der schlechten Netzanbindung.

Für die Wirtschaft steht viel auf dem Spiel
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