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Breitband United-Internet-Chef Dommermuth sagt Telekom Beteiligung am Glasfaserausbau zu

United Internet und die Telekom könnten beim Glasfaserausbau gemeinsame Sache machen. Doch noch sind viele Details unklar.
Update: 14.08.2018 - 18:05 Uhr Kommentieren
Diskussion angestoßen. Quelle: Christoph Papsch/laif
Ralph Dommermuth

Diskussion angestoßen.

(Foto: Christoph Papsch/laif)

Düsseldorf Kurzfristig lädt Ralph Dommermuth zur Telefonkonferenz ein. Mit freundlichen Worten über seinen Wettbewerber Telekom leitet er in das Gespräch ein. „Ich begrüße das Angebot von Herrn Höttges, gemeinsam mit uns über fünf Millionen Haushalte mit Glasfaser-Hausanschlüssen zu versorgen“, sagt der United-Internet-Gründer.

Es sei eine gute Idee des Telekom-CEOs, die Kräfte der beiden Unternehmen für den Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland zu bündeln. „Wir sagen gerne unsere Beteiligung zu“, fuhr der 54-Jährige fort.

Doch schnell macht er klar, dass für ihn die Bedingungen der Zusammenarbeit nicht stimmten. Er wolle die Kosten nicht zu gleichen Teilen auf beide Unternehmen verteilen, sondern im Verhältnis von 75 zu 25. Schließlich habe sein Unternehmen deutlich weniger Kunden als die Telekom. „Ich denke, es ist nur fair, dass wir so investieren, wie wir das Netz auch nutzen“, sagt Dommermuth.

Im kommenden Jahr werden die Lizenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G vergeben. Und der Gründer von United Internet hatte angekündigt, den Aufbau eines vierten Netzes zu erwägen. Seitdem wird zwischen Dommermuth auf der einen Seite, und den Netzbetreibern auf der anderen Seite heftig gestritten. Die Netzbetreiber warnen, Dommermuths Vorstoß hemme Investitionen.

Telekom-CEO Tim Höttges hatte zwar am Dienstag im Interview mit der Funke-Medien-Gruppe das Kooperationsangebot an Dommermuth unterbreitet, gleichzeitig hatte er ihm jedoch auch unfaire Forderungen vorgeworfen. „Die Telekom und die beiden anderen sollen die Antennen aufstellen und Milliarden von Euro in die Infrastruktur investieren. 1&1 will sich dann in dieses Netz einmieten – und das zu sehr niedrigen Preisen. Das ist unfairer Wettbewerb“, hatte Höttges gesagt.

Dommermuth kontert nun: „Ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht.“ Natürlich versuche er für seine Firma günstige Preise zu erzielen. „Das macht jeder im Einkauf.“ Er müsse Zugang zu den Netzen der anderen Anbieter bekommen, sonst lohne sich der Aufbau einer neuen Infrastruktur nicht.

Doch keiner der Netzbetreiber will sich per Auflage verpflichten lassen, Anbietern wie Dommermuth Zugang zu 5G zu verschaffen. Letztlich wird über den Streit die Bundesnetzagentur in Bonn entscheiden, die die Regeln für die Vergabe der 5G-Lizenzen festlegen wird. Und noch ist völlig offen, wie sie entscheidet.

Die Deutsche Telekom zeigte sich in einer Stellungnahme erfreut über die Aussagen von Dommermuth: „Wir sind gespannt auf ein erstes Gespräch. Ob man Netze nach existierenden Marktanteilen aufbauen kann, ist dabei sicher eine Frage. Die Telekom hat natürlich keinen Marktanteil von 75 Prozent im Breitbandmarkt. Wir müssen das Auslastungsrisiko gemeinsam, fair und ausgewogen tragen.“

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