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Buchverlag Bastei-Lübbe-Chef Halff: „Der Kampf um die Autoren muss bleiben“

Der Chef von Bastei Lübbe spricht im Interview über Digitalisierung im Buchmarkt, nötige Anpassungen und Reformen in der deutschen Buchbranche.
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Der 67-Jährige leitet seit elf Monaten Bastei Lübbe. Quelle: PR
Carel Halff

Der 67-Jährige leitet seit elf Monaten Bastei Lübbe.

(Foto: PR)

Vierzig Jahre war Carel Halff, 67, in Augsburg bei der Weltbild-Gruppe in Augsburg, seit elf Monaten leitet er Bastei Lübbe.

Bei Weltbild haben Sie sich früh mit den Bedrohungen durch Amazon auseinandergesetzt. Ist die Buchbranche stärker als bisher auf Hilfe der Politik angewiesen?
Amazon hat nicht nur bei der Produktsuche eine enorme Bedeutung für das Buch und seine Verbreitung. Es garantiert ferner die 24-Stunden-Lieferfähigkeit der gedruckten Bücher bis in den letzten Einödhof. Das sind infrastrukturelle Leistungen, die der Branche und dem Medium Buch zugutekommen. Es kann also nur um ein faires Miteinander von Amazon und Branche gehen.

Ist die Herausforderung Digitalisierung im Buchmarkt stark genug angekommen?
Sie hat mit den Medien vor rund 20 Jahren begonnen und ist auch hier noch längst nicht abgeschlossen. Produkte wurden digital, nehmen Sie das Ebook oder Streaming. Der Onlinehandel ergänzt den stationären Handel, das Marketing erreicht kleinste Zielgruppen über Social Media, und in Verwaltung und Produktion schaffen wir eine ganz andere Effizienz. Alles ist im Fluss. Was bleibt, ist der Kern des Geschäfts: Menschen mögen gut erzählte Geschichten und gut aufbereitete Information.

Was müsste sich bei den hohen Vorschüssen für mutmaßliche Topautoren ändern?
Der Kampf und das Ringen um die Autoren muss bleiben. Ohne Wenn und Aber. Am Ende muss sich aber auch alles wieder bei allen rechnen. Das ist das natürliche Korrektiv nach Phasen der Übertreibung.

Erwarten Sie eine viel höhere Zahl an Fusionen und Pleiten? 
Der Investitionsbedarf aufgrund der Veränderungen ist in allen Sparten enorm und setzt rentable Betriebsgrößen voraus. Ich rechne mit einer weiteren Marktkonsolidierung auf allen Handelsstufen.

Bei Bastei Lübbe gibt es eine Restrukturierung. Ist das prototypisch für die Branche?
Ein Stück weit schon, ja. Es bleibt in dieser kleinen Branche nicht verborgen, dass auch andere Verlagshäuser ihre Herausforderungen haben. Der einzige Unterschied ist, dass Bastei Lübbe hierüber als börsennotiertes Unternehmen öffentlich berichten muss.

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