„Charlie Hebdo“ 30.000 neue Exemplare erwartet

Die Fans des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ dürfen wieder hoffen: Nachdem die 5000 Exemplare am Samstag schnell vergriffen waren, kommt das Heft noch einmal auf den deutschen Markt – in der sechsfachen Menge.
Update: 19.01.2015 - 21:29 Uhr 9 Kommentare
„Charlie Hebdo“ inmitten deutscher Zeitungen: Das Heft soll am kommenden Samstag erneut in Deutschland erscheinen – dieses Mal in deutlich höherer Auflage. Quelle: dpa

„Charlie Hebdo“ inmitten deutscher Zeitungen: Das Heft soll am kommenden Samstag erneut in Deutschland erscheinen – dieses Mal in deutlich höherer Auflage.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/ParisDer Versuch, eine Ausgabe des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ am Samstag zu ergattern, endete für viele Menschen enttäuschend: Die 5000 Exemplare, die es in die Buchhandlungen der Bundesrepublik geschafft hatten, waren schnell vergriffen. Doch für Interessierte gibt es noch Hoffnung: Am kommenden Samstag sollen 30.000 neue Exemplare auf den Markt kommen, wie der Vertrieb Saarbach berichtet.

„Wie wir gehofft hatten, bekommen wir tatsächlich Nachlieferungen von Charlie Hebdo für den deutschen Markt“, hieß es von einer Sprecherin. Sie verwies allerdings darauf, dass die Mengensituation immer noch unübersichtlich sei und die Angaben daher nur „voraussichtlich“ sind.

Zwar bietet der französische Verlage seine aktuelle Ausgabe mittlerweile auch digital für iOS- und Android-Systeme sowie Windows Phone an. Trotzdem wollen viele Nutzer lieber eine Originalausgabe in gedruckter Form, wie sich auf Ebay zeigt. In Deutschland liegen die Preise für eine Ausgabe des Satiremagazins derzeit bei bis zu 130 Euro. Ein Verkäufer verlangt gar 850 Euro für sein Exemplar.

Der Zeichner Riss soll Nachfolger des bei dem islamistischen Anschlag in Paris getöteten Chefs der Satirezeitung „Charlie Hebdo“, Charb, werden. Der bei dem Anschlag vom 7. Januar an der rechten Schulter verletzte Riss – mit bürgerlichem Namen Laurent Sourisseau – werde das Krankenhaus am Dienstag verlassen und in der Folge die Leitung der Satire-Zeitung übernehmen, verlautete am Montag aus der Redaktion.

Schlange stehen für „Charlie Hebdo“
Verkauf Charlie Hebdo in Deutschland
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Passanten warten am im Hauptbahnhof in Berlin auf die Öffnung einer Bahnhofsbuchhandlung: Das Interesse an „Charlie Hebdo“ ist nach dem tödlichen Anschlag von Paris vergangene Woche immens gestiegen. Interessenten mussten allerdings früh aufstehen. Die Buchhandlungen öffneten gegen 6 Uhr morgens.

Verkauf Charlie Hebdo in Deutschland
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Sofort ausverkauft: Eine Ausgabe der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in einem Zeitungsladen in Freiburg. Statt mit rund 60.000 Exemplaren wurde das Magazin diesmal in Millionenauflage gedruckt, kam in Deutschland aber trotzdem nur selten in die Auslage. In Freiberg standen lediglich zwei Ausgaben zum Verkauf.

Verkauf Charlie Hebdo in Deutschland
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So war die Ausgabe von „Charlie Hebdo“ selbst für Pressefotografe ein Grund früh aufzustehen: Der Verkauf von Charlie Hebdo geriet zum Spektakel. Wer eine der extrem wenigen Ausgaben ergattern wollte, musste nach der Ladenöffnung schnell den richtigen Weg finden...

Verkauf Charlie Hebdo in Deutschland
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So wie diese beiden jungen Männer in Berlin: Sie hatten seit Mitternacht vor der Buchhandlung gestanden, um kurz nach 5 Uhr morgens die beiden einzigen Exemplare zu ergattern.

Rebenstock, a customer, poses for media with his copy of first edition of French satirical weekly magazine Charlie Hebdo published after deadly attacks by Islamist gunmen in Paris last week, in Berlin
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Einer der beiden Glücklichen posiert für Fotografen: Wie in Berlin mussten bundesweit viele andere Wartende mit leeren Händen nach Hause gehen. Die Buchhandlungen und Zeitschriftenläden hatten lediglich ein stark limitiertes Kontingent des Satireheft geliefert bekommen.

Verkauf Charlie Hebdo in Deutschland
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„Charlie Hebdo ist ausverkauft“ steht auf einem Schild in einer Pressebuchhandlung im Essener Hauptbahnhof: „Man kauft nicht nur das Magazin“, erklärte ein Kunde. Das Heft sei „ein Symbol der Solidarität mit den Opfern“.

Der 48-jährige Riss war schon seit 2009 „Charlie Hebdo“-Redaktionsdirektor und leitete in dieser Funktion zusammen mit Charb die Satirezeitung. Für die am vergangenen Mittwoch eine Woche nach dem Anschlag erschienene „Charlie Hebdo“-Ausgabe „der Überlebenden“ zeichnete Riss vom Krankenhausbett aus zwei Karikaturen – wegen seiner Verletzung mit der linken Hand. Vor der nächsten Ausgabe will die Redaktion zunächst eine kurze Auszeit nehmen, die Satirezeitung erscheint voraussichtlich am 4. Februar wieder.

Die Redaktion des Satiremagazins, das mit seinen islamkritischen Karikaturen für Aufsehen gesorgt hatte, war Anfang Januar Opfer eines islamistischen Anschlags geworden. Zwölf Personen starben. Am 14. Januar, nur eine Woche nach dem Attentat, erschien das Magazin in millionenfacher Auflage. Auf dem Titel: der Prophet Mohammed. In Frankreich waren alle Exemplare binnen weniger Stunden ausverkauft, in muslimisch geprägten Ländern hingegen löste das Heft Proteste aus.

  • lih
  • afp
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9 Kommentare zu "„Charlie Hebdo“: 30.000 neue Exemplare erwartet"

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  • Na wenn Sie das sagen, muss es ja so sein.

  • süßer die Kassen nie klingeln als zu der Terrorzeit ....

  • http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/17/frankreich-killer-von-charlie-hebdo-anonym-beigesetzt/

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/19/ex-militaer-attentat-von-paris-war-militaerische-kommando-aktion/

  • wird morgen die Sonne wieder aufgehen? Oder verhindern ihre Verschwörer das auch?

    man kann ja schitzophren werden wenn man Ihren Kommentar liest.

  • Droht jetzt der Überwachungsterror durch die Staatsmafia?

    In seiner Analyse "10 Strategien der Manipulation" zeigt der französische Autor Sylvain Timst auf satirische Weise, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann, ohne dass eine kritische Masse an Menschen in dieser Gesellschaft dies realisiert.

    In einer Zeit in der viele Bürger von der "plötzlich" anwachsenden Brisanz politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen überrascht sind, ist es besonders wertvoll, Timsits Einsichten zu verinnerlichen.

    S. Timsit zeigt auf, wie das System beeinflusst wird und welche Informationen wir für relevant halten. Da Information immer zu Wahrnehmung führt und Wahrnehmung die Grundlage jeden Handelns ist.

    Erzeuge Probleme und liefere die Lösung.

    Diese Methode wird die "Problem-Reaktion-Lösung" genannt.
    Es wird ein Problem bzw. eine Situation geschaffen, um eine Reaktion bei den Empfängern auszulösen, die danach eine präventive Vorgehensweise erwarten.

    Verbreite Gewalt oder zettle blutige Angriffe an, damit die Gesellschaft eine Verschärfung der Rechtsnormen und Gesetze auf Kosten der eigenen Freiheit akzeptiert.

    Die wahren Hintergründe dieses Mordanschlags müssen ermittelt werden!
    Es ist auffällig, dass jetzt schon wieder – wie auch am 11.September 2011 – angeblich ein Pass im Auto "gefunden" wurde, der auf die "richtige" Spur von Al-Qaida-Kämpfern führte.

    Kann man das glauben?

    Handelt es sich um ein Anschlag unter falscher Flagge?

    Wer steckt wirklich hinter dem Anschlag?

    Will man mit solchen Mordanschlägen nur die Gesellschaft spalten und die Freiheitsrechte abschaffen?

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • Die Flüchtigen wurden am 9. Januar 2015 in der Druckerei CTD in Dammartin-en-Goële nordöstlich von Paris von Zeugen gesehen: "Ein Augenzeuge erzählt Reportern diese Geschichte", berichtete Bild Online (10.1.15):

    "Er habe am Morgen einen Termin mit dem Chef der Druckerei gehabt. Vor der Tür habe er einen schwer bewaffneten Mann getroffen, der eine kugelsichere Weste trug: ›Ich habe ihm die Hand geschüttelt. Er sagte: ›Wir töten keine Zivilisten.‹ Dann schickte er mich fort.‹ Erst später habe er verstanden: Das war einer der Terror-Brüder."

    Soso - der Zeuge redete aber nur von EINEM "schwerbewaffneten Mann" mit einer kugelsicheren Weste, der sich sogar locker die Hand schütteln ließ.

    Weder berichtet der Zeuge in diesem Zitat etwas von einem fremden Akzent, fremdem Aussehen, islamistischen Parolen oder irgendwelchen islamistischen Abzeichen!

    Nur dass der Unbekannte sagte: "Wir töten keine Zivilisten".
    Aha - und was waren dann die Zeichner von Charlie Hebdo?
    Waren das keine Zivilisten?

    Erstens widerspricht dies also der offiziellen Version, wonach die Gesuchten jede Menge Zivilisten getötet haben sollen. Zweitens verweist der Ausdruck – Zivilisten - auf einen militärischen Hintergrund der Person.

    Der Zeuge erwähnt mit keinem Wort, woraus hervorgegangen sei soll, dass es sich um einen der Terroristen handelte. Auch aufgeregt oder auf der Flucht zu sein schien der Mann nicht.

    Dass nichts an dem Mann auf einen "Islamisten" hindeutete, geht auch daraus hervor, dass man es dem Zeugen später "erklären" musste. Außerdem: Wenn sich die beiden Gesuchten als Märtyrer töten lassen wollten - warum trugen sie dann überhaupt schusssichere Westen?

    Die Gesuchten haben doch angekündigt, als Märtyrer sterben zu wollen!

    Haben sie das?
    Und wer hat uns das erzählt?

    Antwort: Die Polizei.

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • Zwei "islamistische" Brüder verüben angeblich einen Anschlag, fliehen im Auto, liefern sich eine Schießerei mit der Polizei.

    Die Lügenmedien haben ihr Urteil schon gefällt: Die beiden flüchtigen Brüder Sharif, 32, und Said, 34, Kouachi seien "Massenmörder", hieß es am 9.01. in einem Bericht von N24.

    Am 7.01. sollen die beiden die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo überfallen und dabei 12 Menschen erschossen haben.

    Doch wer da wirklich fliehte und warum, ist überhaupt nicht sicher!

    Vom Tatort in der Charlie-Hebdo-Redaktion gibt es keine forensischen Informationen!

    Über den gesamten Ort des Geschehens herrscht Stillschweigen: Keine Erkenntnisse, keine Obduktionsberichte der Opfer - nichts!

    Über die Tatortarbeit und Spurensicherung dringt nichts nach außen.

    Findet sie überhaupt statt?

    Wird ein Prozess stattfinden?

    Darf man solche Fragen im neuen Mittelalter nach dem 11.9. überhaupt stellen, oder liefert man sich damit ebenfalls dem Lynchmob aus Lügenmedien und Staatsmafia aus?

    Wie sagte doch Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve: "Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren" (tagesschau.de, 9.1.2015).

    Mit anderen Worten geht es um die Todesstrafe ohne Urteil!

    Das beweist, dass die "Sicherheitsbehörden" genau das tun, was sie anderen vorwerfen.

    Die einzige Verbindung zwischen dem Anschlag und den beiden Brüdern scheint auch Tage nach der Tat lediglich der Ausweis zu sein, der in einem Fluchtauto angeblich "vergessen" wurde.

    Die Toten dürfen ohne Urteil als schuldig gelten. Im Fall der angeblichen Charlie-Hebdo-Killer ist die Sache sogar noch einfacher. Denn auch Angehörige, die sich beschweren könnten, gibt es in diesem Fall nicht. Jedenfalls keine Eltern: Vater und Mutter von Said und Sharif Kouachi sind schon lange tot, die beiden wuchsen in Kinderheimen auf.

  • "Al-Qaida bekennt sich zu Anschlag"

    Kann man das glauben?

    Alle "Terroristen" und Geiselnehmer tot und ein Ermittler auch – das ist praktisch.
    Denn so muss es ja auch keine ordentlichen Ermittlungen, keinen Prozess und keine Beweise geben: Keine Beweise für den Ablauf des Attentats auf Charlie Hebdo am 7. Januar 2015, keine Beweise für die Täterschaft der Kouachi-Brüder, keine Beweise für den Ablauf in dem jüdischen Supermarkt - gar nichts.

    Das Drehbuch der Sicherheitskräfte wird nun zur allein gültigen Wahrheit.
    Die Lynchjustiz setzte sich durch. Wie sagte doch der französische Innenminister: "Es läuft ein Einsatz, um die Verantwortlichen des feigen Attentats vor zwei Tagen zu neutralisieren"

    Falsch Flagge Operation gelungen - Alle tot.

    Wie oft haben wir das schon erlebt. Zahlreiche Amokläufe und Terroranschläge der letzten Jahre endeten immer wieder mit dem Tod des oder der Täter(s). Der Vorteil liegt auf der Hand: Die jeweilige Version der Sicherheitsbehörden und der Lügenmedien muss sich keinem Gerichtsverfahren und keinen kritischen Fragen eines Angeklagten oder Anwalts stellen.

    Wer mehr über Terror im Namen des Staates erfahren möchte, sollte Bücher des ehemaligen Bundestagsabgeordnete und Bundesminister Andreas von Bülow lesen.

  • Der Wert dieses Blattes, speziell dieser Ausgabe, ist nicht hoch genug einzuschätzen.

    So bewertet sich die Freiheit gegenüber dem Haß des Islamismus.

    Möge sie niemals von dort weit oben jemals auch nur einen Schritt abwärts gehen müssen.

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