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Check24 Vergleichsportal will an die Spitze

Der Markt für Preis-Vergleiche im Internet ist hart umkämpft – der Gründer des Marktführers Check24 aber will die gesamte Konkurrenz abhängen. Mit dem Fernsehsender Pro Sieben einigte er sich auf neue Werbe-Spielregeln.
12.12.2015 - 10:10 Uhr
Der Unternehmensgründer und Geschäftsführer des Vergleichsportals Check24 will sein unternehmen zum größten deutschen Internetkonzern machen. Quelle: dpa
Henrich Blase

Der Unternehmensgründer und Geschäftsführer des Vergleichsportals Check24 will sein unternehmen zum größten deutschen Internetkonzern machen.

(Foto: dpa)

München Der Gründer des Preis-Vergleichsportals Check24, Henrich Blase, will sein Unternehmen nach einem rasanten Wachstum in den vergangenen Jahren an die Spitze führen. „Wir wollen das größte deutsche Internetunternehmen sein“, sagte Blase der Deutschen Presse-Agentur. Blase hatte das Münchner Unternehmen vor 16 Jahren zusammen mit seinem Geschäftspartner Eckhard Juls gegründet und gilt als einer der erfolgreichsten Internetunternehmer in Deutschland.

Inzwischen erwirtschaften rund 800 Mitarbeiter bei Check24 einen Umsatz von knapp 210 Millionen Euro. Einen Verkauf des Unternehmens an einen Investor oder einen Ausstieg schloss Blase aus: „Es gibt keine Exit-Planungen.“ Er habe noch viele Pläne mit Check24 und wolle diese auch umsetzen.

Stark gewachsen war Check24 vor allem mit Auto-Versicherungen. In diesem Jahr schlossen nach Angaben von Blase rund 950.000 Kunden eine Kfz-Versicherung über das Portal ab - das entspreche einem Wachstum von 25 Prozent. Check24 erhält von den Versicherungen eine Gewinnbeteiligung für jeden abgeschlossenen Vertrag.

Aus Sicht des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskauflaute weist Check24 die Kunden aber nicht deutlich genug darauf hin, dass es sich um einen Makler handelt: Der Verband hatte deshalb vor wenigen Monaten eine Klage vor dem Landgericht München eingereicht, über die im kommenden Jahr entschieden werden soll. Christoph Röttele, Sprecher der Check24-Geschäftsführung, sicherte Kooperation zu: „Wenn die Richter entscheiden sollten, das wir etwas ändern müssen, werden wir das tun.“

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    Die wertvollsten Start-ups der Welt
    Platz 10: Dropbox
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    Der in San Francisco ansässige Anbieter von Web-Speicher zählt bereits mehr als 400 Millionen private Nutzer und wird zurzeit von 500 Unternehmen verwendet. Nach eigenen Angaben des Cloud-Unternehmens werden alle 24 Stunden 1,2 Milliarden Dateien in der Dropbox gespeichert. Seit der Gründung 2007 hat das Startup 0,6 Milliarden Dollar von Investoren wie Black Rock oder Goldman Sachs erhalten. Heute ist ihr Investment geschätzte zehn Milliarden Dollar wert. Damit liegt Dropbox auf Platz zehn im aktuellen Ranking des Wall Street Journal.

    (Foto: PR)
    Platz 9: Pinterest
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    Das soziale Bildernetzwerk bietet Nutzern die Möglichkeit, Fotos auf virtuellen Pinnwänden zu teilen, liken oder kommentieren. Das 2010 in San Francisco gegründete Startup verfügt heute über weitere Unternehmenssitze in New York, Chicago, Los Angeles, Atlanta, London, Paris, Berlin, Tokyo und Sao Paulo mit insgesamt über 500 Mitarbeitern. Der Unternehmenswert beläuft sich auf satte elf Milliarden Dollar, 1,3 Milliarden haben fremde Kapitalgeber bis heute in das Netzwerk investiert. Platz neun für das von drei Studenten gegründete Start-up.

    (Foto: dpa)
    Platz 8: SpaceX
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    Das Raumfahrt-Startup von Tesla-Gründer Elon Musk hat bereits fünf Trägerraketen ins All befördert. Gegründet wurde Space Exploration Technologies, wie das Unternehmen vollständig heißt, bereits 2002, und hat sich seitdem mehrfach Geld bei Investoren geholt, insgesamt 1,1 Milliarden Dollar. Die Bewertung ist mit 12 Milliarden Dollar üppig.

    (Foto: ap)
    Platz 7: Didi Kuaidi
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    Auch die chinesische Taxi-App Didi Kuaidi ist für Kapitalgeber interessant: so flossen bereits 3 Milliarden Dollar in das Startup von Cheng Wei. Fahrdienstanbieter wie Uber oder Didi Kuaidi erfreuen sich in China immer größerer Beliebtheit. Davon profitiert der nun 15 Milliarden Euro schwere Dienstleister und landet auf Platz sieben im Ranking der Venture-Kapital-Firmen.

    (Foto: ap)
    Platz 6: Flipkart
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    Der virtuelle Marktplatz flipkart wurde 2007 von den Absolventen des Indian Institute of Technology Delhi, Sachin und Binny Bansal, gegründet. Seitdem haben verschiedene indische Investoren 3 Milliarden Dollar in das E-Commerce-Startup investiert, das mittlerweile fünf Mal so viel wert ist (15 Milliarden Dollar).

    (Foto: Reuters)
    Platz 5: Snapchat
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    Das erst 2011 in Los Angeles gegründete Startup Snapchat mit einem Wert von 16 Milliarden Dollar zählt heute zu den wertvollsten, nicht börsennotierten Unternehmen der Welt. Insgesamt 1,2 Milliarden Dollar haben US-amerikanische Kapitalgeber bereits in den Instant-Messaging-Dienst investiert. Die App, die sowohl für Smartphones als auch Tablets verfügbar ist, macht den Versand von Fotos an Freunde möglich. Das Revolutionäre: die Dateien sind nur wenige Sekunden sichtbar und zerstören sich dann selbst. Die Wiederherstellung ist allerdings innerhalb der Ordnerstruktur des eigenen Geräts möglich. Dieser kleine Umweg scheint den besonderen Reiz für Nutzer auszumachen.

    (Foto: dpa)
    Platz 4: Palantir
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    Auch das vor einigen Jahren noch wenig bekannte Startup-Unternehmen Palantir Technologies aus Palo Alto im Silicon Valley schafft es in die Top Fünf des Rankings. 1,5 Milliarden Dollar investierten Kapitalgeber in den 20 Milliarden schweren Entwickler von Software, der in der Lage ist, Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander zu verknüpfen und auszuwerten. Das weiß man nicht nur bei Hedgefonds gewinnbringend zu nutzen, um Markttrends herauszufiltern. Auch die US-Regierung nutzt eine Variante des Systems zum Jagen nach Terroristen, wobei Banküberweisungen, Einkäufe, Berichte von Fahndern und öffentliche Quellen wie das Internet, Facebook und Twitter zusammengeführt werden.

    (Foto: Screenshot)

    Der Markt für die Vergleichsportale ist hart umkämpft: Auch Google soll Interesse an einem Einstieg in den deutschen Markt haben. Pro Sieben Sat 1 hatte im Sommer das Vergleichsportal Verivox übernommen und war dadurch zum schärfsten Konkurrenten für Check24 geworden. Auf ProSieben laufen nun zahlreiche Werbespots mit den RTL-2-Serienstars „Die Geissens“ für Verivox.

    Das passte dem Werbekunden Check24 nicht: Vor wenigen Wochen drohte Check24 damit, künftig keine Werbung mehr auf ProSieben zu schalten. Dazu kommt es nun aber nicht: „Wir werden die Zusammenarbeit fortsetzen“, sagte Röttele. Man habe sich auf die Spielregeln verständigt. Dabei geht es vor allem um die Sendeplätze für die Werbung der beiden Konkurrenten.

    • dpa
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