Chinesischer Konzern Top-US-Demokrat kritisiert Trump wegen Hilfe für ZTE

Donald Trump will sich ungeachtet des Handelskonflikts mit China an der Rettung des Unternehmens ZTE beteiligen. Dafür kassiert er in den USA Kritik.
Update: 14.05.2018 - 05:46 Uhr 2 Kommentare
Donald Trump steht wegen Hilfe für ZTE in der Kritik Quelle: AP
Donald Trump

Der US-Präsident will den chinesischen Technologiekonzern ZTE wieder ins Geschäft bringen.

(Foto: AP)

WashingtonIm Handelsstreit mit China hat Top-US-Demokrat Adam Schiff Donald Trumps Entscheidung kritisiert, der Volksrepublik bei der Rettung des Telekommunikationsriesen ZTE helfen zu wollen. „Unsere Geheimdienste haben davor gewarnt, das ZTE-Technologie und Telefone eine Bedrohung für Cybersicherheit darstellen“, twitterte Schiff am Sonntag. Direkt an den US-Präsidenten gewandt schrieb er: „Sie sollten sich mehr über unsere nationale Sicherheit sorgen als um chinesische Jobs.“

Überraschend hatte Trump am Sonntag angekündigt, gemeinsam mit Chinas Präsident Xi Jinping an einer Lösung für ZTE zu arbeiten. Der Konzern solle „zurück ins Geschäft kommen“, weil zu viele Arbeitsplätze in China auf dem Spiel stünden. „Das Handelsministerium wurde angewiesen, das hinzukriegen“, schrieb Trump auf Twitter.

Im vergangenen Monat hatte das US-Handelsministerium ZTE verboten, amerikanische Zulieferteile zu importieren. Die USA warfen dem Unternehmen vor, amerikanische Behörden nach der Missachtung von Sanktionen gegen Nordkorea und den Iran in die Irre geführt zu haben.

Der mehr als 70.000 Mitarbeiter starke Konzern gab daraufhin bekannt, wegen der Verfügung aus den Vereinigten Staaten seinen Betrieb einstellen zu müssen. Das Verbot hatte nicht nur ZTE geschadet, sondern auch US-Zulieferer wie Qualcomm und Intel in Bedrängnis gebracht. Analysten zufolge stellen sie mehr als 40 Prozent aller Komponenten für die ZTE-Produkte bereit.

Die USA und China befinden sich derzeit in einem massiven Handelskonflikt. Trump drohte Peking mit Strafmaßnahmen in Form von Zöllen und anderen Handelsrestriktionen in Höhe von bis zu 150 Milliarden US-Dollar. In dieser Woche werden amerikanische und chinesische Handelsvertreter in Washington zusammenkommen, um weiter über den schwelenden Handelskonflikt zu beraten.

Nach Trumps Tweet bekräftigte das Weiße Haus die Strategie des Präsidenten. Eine freie, faire und wirtschaftlich für beide Seiten vorteilhafte Beziehung zwischen den USA und China sei wichtig, das habe Trump mit seinem Tweet betont, so eine Sprecherin des Weißen Hauses.

  • ap
  • dpa
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2 Kommentare zu "Chinesischer Konzern: Top-US-Demokrat kritisiert Trump wegen Hilfe für ZTE"

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  • @ DenkSplitter: das Paktieren mit einem mittelalterlichen Terrorstaat sollte sich von selbst verstehen und nicht noch der Nachhilfe seitens der US bedürfen: einem anti-modernen Staat dürfen keine modernen Technologien zugänglich gemacht werden. Wer jemandem die Errungenschaften der Moderne zur Verfügung stellt, damit dieser damit die Moderne abschafft, verrät die Moderne!

  • Die USA verbieten einem ausländischen Unternehmen in deren ausländischen Heimatland irgendetwas? Ja, das spiegelt die Selbstüberschätzung ziemlich genau wider.
    Erst rührt El Donald eine trübe Suppe auf, in der er u.a. auch dieses Unternehmen in den Untergang treibt, mit der Nebenwirkung, mindestens 2 US-Unternehmen zu schädigen, und dann, ohne auch nur einen Fehler oder Kurzsichtigkeit einzuräumen, geriert er sich als Held und Retter, seinen installierten Schaden generös gutmachen zu wollen. Und das wahrscheinlich auch noch, wie hier bereits erwähnt, mit Seitenblick auf die beabsichtigte Spaltung der vertragsTREUEN Iran-Unterzeichner.
    Ich hoffe nur, dass es nicht gelingt, sich so brutal wieder in die Rolle als Welten-Alleinherrscher hineinzudrängen; wenn man nicht verlässlich ist, kann man kein Garant sein.
    Denk Splitter

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