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Chip-Branche AMD setzt Intel unter Druck

Der amerikanische Chiphersteller AMD jagt Weltmarktführer Intel zunehmend Marktanteile ab. Intel teilte am Freitag überraschend mit, der Umsatz im laufenden Quartal werde deutlich unter der Prognose von Mitte Januar liegen. Der langjährige Rivale AMD gewinnt dagegen rasant Kunden hinzu.

jojo MÜNCHEN. Der Intel-Konzern begründete seinen pessimistischen Ausblick mit einer schwachen Nachfrage sowie Marktanteilsverlusten. Die Kalifornier hatten ursprünglich einen Umsatz zwischen 9,1 und 9,7 Mrd. Dollar vorhergesagt. Jetzt rechnet das Unternehmen lediglich mit Einnahmen zwischen 8,7 und 9,1 Mrd. Dollar.

Die Intel-Aktie verlor am Freitag zwar nur mäßig, seit Jahresanfang hat ist der Kurs aber fast um 20 Prozent eingebrochen. Mit den schlechten Nachrichten drückte Intel zum Wochenschluss weltweit die Stimmung an den Aktienmärkten. Das hat seinen Grund, denn Intel gilt seit Jahren als Gradmesser für die Lage in der Computerbranche und der IT-Industrie allgemein. Die Intel-Prozessoren wurden schließlich bis vor kurzem in acht von zehn Rechnern eingebaut. Wertmäßig lag der Anteil von Intel sogar bei 90 Prozent. Geht es Intel schlecht, so das Kalkül der Märkte, geht es auch der gesamten Branche schlecht. Den wichtigen Markt teilen sich im Wesentlichen zwei US-Unternehmen: Intel und AMD.

Viele Investoren haben inzwischen Angst, dass Intel seinen Abwehrkampf gegen den Rivalen wieder verschärfen wird. Die Analysten der Citigroup gehen davon aus, dass Intel die Preise um bis zu 50 Prozent senken wird, um wieder besser ins Geschäft zu kommen.

Analysten bezweifeln, dass diesmal eine schleppende Nachfrage die schlechten Intel-Zahlen verursacht hat. Experten machen Intel selbst für das Debakel verantwortlich. Schon vergangenes Jahr musste die Firma zugeben, dass sie wegen interner Probleme nicht genügend Chips hatte liefern können. Jetzt kommt noch dazu, dass Konkurrent AMD mit seinen Produkten technologisch aufgeholt hat und deshalb in rasantem Tempo neue Kunden gewinnt.

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