Chipanlagenbauer Aixtron nach fünf Verlustjahren mit Gewinn

Aixtron ist im vergangenen Quartal der Sprung in die schwarzen Zahlen gelungen. Der Aachener TecDax-Konzern ergattert immer mehr Aufträge.
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Die Rückkehr von Chipanlagenbauer Aixtron in die schwarzen Zahlen führte an der Frankfurter Börse zu einem 6,5-Jahreshoch. Quelle: Reuters
Aixtron

Die Rückkehr von Chipanlagenbauer Aixtron in die schwarzen Zahlen führte an der Frankfurter Börse zu einem 6,5-Jahreshoch.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf
Nach fünf verlustreichen Jahren hat der Chipanlagenbauer Aixtron die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Die sich füllenden Auftragsbücher stimmen Aixtron-Vorstand Felix Grawert zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen wird: „Wir liefern Anlagen in verschiedene Endmärkte mit attraktivem Wachstumspotenzial und erwarten für das Jahr 2018 auch im operativen Geschäft wieder deutlich profitabel zu sein“, erklärte er bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an: Die Aktien notierten mit 15,54 Euro über fünf Prozent im Plus und markierten damit ein 6,5-Jahreshoch. Vor einem Jahr wurden der TecDax-Wert noch mit 3,23 Euro gehandelt. Die Auftragseingänge des vierten Quartals lägen mit 65,7 Millionen Euro zehn Prozent über den Erwartungen, begründete Günther Hollfelder, Analyst bei der Baader Bank, die Kursentwicklung.

Das sind die größten Chip-Hersteller der Welt
Platz 10: MediaTek
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Das 1997 gegründete Unternehmen aus Taiwan war 2008 mit einem Umsatz von 2,896 Milliarden Dollar noch auf 24 Rang der weltweit größten Halbleiter-Hersteller. Im vergangenen Jahr machte der Konzern 8,7 Milliarden Dollar Umsatz und steht nun auf Platz 10. MediaTek produziert vor allem Chips für Fernseher, 2015 waren in 64 Prozent aller Geräte Mikrocontrollerchips der Firma eingebaut.

(Quelle: Gartner)

Platz 9: NXP
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Der niederländische Halbleiterhersteller ist bereits seit 2006 im Geschäft. Zuletzt erzielte der Konzern mit Sitz in Eindhoven und rund 44.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 9,17 Milliarden Dollar. Die Chips der Firma werden vor allem in Verkehrssystemen und Veranstaltungszentren eingesetzt.

Platz 8: Toshiba
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Die Halbleitersparte des japanischen Konzerns steht seit einiger Zeit zum Verkauf. Noch gehört sie allerdings zum Konzern, 2016 war Toshiba Memory die profitabelste Firmensparte. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 10,05 Milliarden Dollar.

Platz 7: Texas Instruments
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Der Jahresumsatz des US-Konzerns mit Sitz in Dallas betrug zuletzt 11,78 Milliarden Dollar. Texas Instruments beschäftigt rund 32.200 Mitarbeiter und produziert Halbleiter für die Industrie, die Autobranche, Projektoren und Taschenrechner.

Platz 6: Micron
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Das Technologie-Unternehmen aus Idaho stellt hauptsächlich Speicherelemente für Computer her. Zuletzt lag der Jahresumsatz bei 12,59 Milliarden Dollar. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat mittlerweile mehr als 30.000 Mitarbeiter.

Platz 5: Broadcom
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Der Konzern aus Singapur machte zuletzt einen Jahresumsatz von 13,15 Milliarden Dollar. Nun bietet das Unternehmen 130 Milliarden Dollar für den amerikanischen Rivalen Qualcomm.

Platz 4: SK Hynix
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Das Unternehmen aus Südkorea wurde 1983 gegründet, zuletzt lag der Jahresumsatz bei 14,27 Milliarden Dollar. Als 2013 ein Brand die Produktionskapazitäten von SK Hynix in China lahm legte, stiegen die Preise für RAM auf dem Weltmarkt erheblich an.

Aixtron steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf 230 Millionen Euro. Der operative Gewinn (Ebit) erreichte 4,9 Millionen Euro, nachdem die Aachener Firma 2016 noch einen Verlust von 21,4 Millionen Euro eingefahren hatte. Der Auftragseingang kletterte 2017 um 17 Prozent auf 264 Millionen Euro, der Auftragsbestand lag damit 39 Prozent höher als im Vorjahr. Für 2018 kündigte der Vorstand einen Umsatz und Auftragseingang in der Bandbreite von 230 bis 260 Millionen Euro sowie eine operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von fünf bis zehn Prozent an.

Aixtron hatte seit 2012 Verluste geschrieben und einen Investor gesucht, der das Überleben sichern sollte. Der chinesische Investor Fujian Grand Chip Investment (FGC) hatte Aixtron für 676 Millionen Euro übernehmen wollen, zog sein Angebot aber im Dezember 2016 zurück, weil US-Präsident Barack Obama wegen Sicherheitsbedenken sein Veto gegen eine Übernahme der US-Tochter eingelegt hatte. Aixtron baut Produktionsanlagen zur Herstellung für Spezial-LEDs, Telekommunikations- und Optoelektronik sowie für Speicheranwendungen.

  • rtr
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