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Chiphersteller Bericht über Chip-Pläne von Apple lässt Intel-Aktie abstürzen

Die Intel-Aktie hat stark an Wert verloren. Grund sind Apples Pläne, eigene Chips herzustellen. Auch wenn die noch recht vage sind.
Update: 02.04.2018 - 21:58 Uhr Kommentieren
Die Aktie des Chipherstellers stürzte zeitweise um neun Prozent ab. Quelle: Reuters
Logo von Intel

Die Aktie des Chipherstellers stürzte zeitweise um neun Prozent ab.

(Foto: Reuters)

Cupertino/San Francisco Ein Medienbericht, wonach Apple ab dem Jahr 2020 eigene Prozessoren in seinen Mac-Computern einsetzen will, hat die Aktie des Chipriesen Intel am Montag auf Talfahrt geschickt. Das Papier verlor im späten US-Handel zeitweise rund neun Prozent.

Apple nutzt seit über einem Jahrzehnt Intel-Chips in seinen Macs, während in Mobilgeräten wie iPhones und iPads Prozessoren aus eigener Entwicklung eingesetzt werden. Sie basieren auf der Architektur des Chipentwicklers ARM, Apple steckt da aber auch viele eigene Technologien hinein. Schon seit Jahren wurde spekuliert, der Konzern könnte auch bei den Mac-Computern auf eigene Prozessoren umsteigen.

Das Projekt stecke noch in der Entwicklungsphase, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Es sei aber Teil einer Strategie, nach der Apple-Produkte reibungsloser zusammenarbeiten sollen. Die beiden Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab.

Die Mac-Computer haben für den iPhone-Hersteller wirtschaftlich einen vergleichsweise niedrigen Stellenwert: Im Geschäftsjahr 2017 entfielen auf sie elf Prozent des Umsatzes. Allerdings wächst das PC-Geschäft bei Apple, während der Gesamtmarkt schrumpft.

Intel verlor bereits das Rennen um den Platz in Smartphones und Tablets an die ARM-Welt – und setzt auf neues Geschäft mit Rechenzentren und Autoindustrie, während der PC-Markt über Jahre geschrumpft ist.

Bloomberg schränkte ein, das Projekt mit dem Codenamen „Kalamata“ sei noch in einer frühen Phase. Ziel sei, die Apple-Geräte noch besser miteinander zusammenarbeiten zu lassen. Apple hat rund eine Milliarde Mobilgeräte mit dem Betriebssystem iOS im Markt – und zehnmal weniger Macs. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren bereits die Software der Computer zum Teil in Anlehnung an die iPhone-Bedienung angepasst, und Apple führte bereits Funktionen ein, die nahtlos zwischen Mobilgeräten und Macs wechseln lassen.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
  • rtr
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