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Chromebooks Google spioniert angeblich Schüler aus

Google tritt mit seinen Chromebooks auf dem Bildungsmarkt gegen Apple, Microsoft und andere Hersteller an. Nun haben Datenschützer Beschwerde eingelegt. Angeblich hat der Konzern die Privatsphäre von Schülern verletzt.
02.12.2015 - 15:03 Uhr
Laut Datenschützern hat Google über seine Chromebooks in den Schulen und Universitäten persönliche Daten der Schüler und Studenten gespeichert. Quelle: ap
Google-Campus

Laut Datenschützern hat Google über seine Chromebooks in den Schulen und Universitäten persönliche Daten der Schüler und Studenten gespeichert.

(Foto: ap)

San Francisco Die US-amerikanische Datenschutzstiftung EFF hat Google vorgeworfen, Schüler und Studenten auszuspionieren, die mit Geräten des Internet-Konzerns arbeiten. Eine entsprechende Beschwerde sei bei der US-Handelskommission FTC eingereicht worden, teilte die Electronic Frontier Foundation mit. Demnach habe der Internetkonzern über seine Chromebooks in den Schulen und Universitäten persönliche Daten der Schüler und Studenten gespeichert. Erfasst wird der EFF zufolge auch, nach welchen Begriffen die Schüler gesucht haben, welche Ergebnisse sie sich angeschaut haben, welche Youtube-Videos aufgerufen und welche Passwörter gespeichert wurden. Eine Erlaubnis von den Eltern oder Schülern zum Speichern der Daten habe Google nicht eingeholt.

Google tritt mit seinen Chromebooks auf dem Bildungsmarkt gegen Wettbewerber wie Apple, Microsoft und andere Hersteller an. Die Bildungsangebote von Google sind werbefrei. Allerdings wertet Google Anwenderdaten nach eigenen Angaben für „Nicht-Werbezwecke“ aus.

Das ist das neue Google-ABC
A wie Alphabet
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Google strukturiert massiv um und schlüpft unter das Dach eines neuen Mutterkonzerns. Der Name der Gesellschaft lautet Alphabet. Durch den Schritt sollen die vielen unterschiedlichen Sparten von Google unabhängiger werden.

(Foto: Screenshot)
B wie Brin und Page
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Die Google-Gründer Larry Page (rechts) und Sergey Brin besetzen auch bei Alphabet die Schaltstellen: Page bleibt CEO, Brin Präsident der Holidng.

(Foto: dpa)
C wie Calico
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Die Gesundheitsfirma soll vor allem das Altern erforschen – um es eventuell bremsen zu lernen.

(Foto: dpa)
F wie Fiber
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In den USA bietet der Konzern unter diesem Namen in rund einem halben Dutzend Städten ultra-schnelle Internet-Zugänge über Glasfaser-Anschlüsse an.

(Foto: ap)
G wie Google
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Unter dem angestammten Namen des Konzerns bleiben als Alphabet-Tochter weiter die Internet-Suchmaschine, das Werbe-Geschäft sowie Youtube und Android gebündelt.

(Foto: dpa)
L wie Life Sciences
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Ursprünglich ein Teil des Geheimlabors Google X. In den Labors werden Innovationen im Gesundheitsbereich entwickelt, so etwa eine smarte Kontaktlinse, die Glukose in der Tränenflüssigkeit misst.

(Foto: ap)
N wie Nest
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Google kaufte den Anbieter von vernetzten Thermostaten (im Bild) und Rauchmeldern Anfang 2014 für mehr als drei Milliarden Dollar. Nest-Mitgründer Tony Fadell, der einst bei Apple die iPod-Player mitentwickelte, trägt inzwischen auch die Verantwortung für die im ersten Anlauf gefloppte Datenbrille Google Glass.

(Foto: ap)

Google hat nach Darstellung der EFF versichert, in Kürze die Standardeinstellungen der Chromebooks so zu ändern, dass Daten wie der Browserverlauf nicht mehr automatisch mit anderen Google-Services synchronisiert werden. Dem EFF gehen die Ankündigungen jedoch nicht weit genug, um die Privatsphäre der Schüler und Studenten zu schützen. Die Standardeinstellungen würden Google immer noch erlauben, den Kindern auch dann zu folgen, selbst wenn sie den Chrome-Browser auf dem iPad ihrer Eltern oder dem Smartphone eines Freundes nutzen.

„Entgegen der öffentlichen Versicherung, das nicht zu tun, sammelt Google die Browserdaten und andere Informationen der Schüler und nutzt diese für eigene Zwecke des Unternehmens“, sagte EFF-Anwalt Nate Cardozo. Solche Hoffnungen zu schüren und sie nicht zu erfüllen, sei ein Verstoß der Handelsregeln der FTC und eine unfaire und trügerische Geschäftspraxis.

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