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Colin Kroll Tod eines Quizmasters – Gründer von HQ Trivia stirbt an Überdosis

Colin Kroll war eine schillernde Figur der Start-up-Szene. Seine Quiz-App HQ Trivia legte einen Blitzstart hin. Am Sonntag starb er in New York.
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Zweimal täglich zigtausende Menschen begeistert. Quelle: AFP
Colin Kroll

Zweimal täglich zigtausende Menschen begeistert.

(Foto: AFP)

New YorkAn diesem Sonntag hat die Quizspiel-App HQ Trivia auf ihre Neun-Uhr-Abend-Show verzichtet. Stattdessen ehrte HQ Trivia den Gründer und CEO des Unternehmens, Colin Kroll. Er war in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Alter von 34 Jahren an einer Überdosis in seiner Wohnung in Manhattan gestorben.

„Colin oder CK, wie wir ihn nannten, war ein wahrer Visionär, der das Spiel zweimal verändert hat. Erst mit Vine und dann mit dieser App“, erklärte der Quizmaster Scott Rogowsky im schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte vor laufender Kamera.

Tatsächlich hatte Kroll nicht nur die App HQ Trivia gegründet, die zweimal täglich Zigtausende Menschen anzieht, die auf das Preisgeld hoffen. Zuvor hatte der ehemalige Yahoo-Mitarbeiter mit seinem Geschäftspartner Rus Yusupov auch die Video-App Vine gegründet und 2012 für 30 Millionen Dollar an Twitter verkauft. Vine war auf Sechs-Minuten-Videos spezialisiert.

Bei Twitter war Kroll noch einige Zeit an Bord geblieben, musste dann aber unter anderem wegen seines Verhaltens gegenüber Frauen gehen. Twitter hat Vine mittlerweile komplett eingestellt. Mit seinem Vine-Partner Rus Yusupov gründete Kroll vor knapp zwei Jahren dann Intermedia Labs, das Unternehmen hinter der Quizshow-App HQ Trivia. Unternehmenssitz war New York.

HQ Trivia legte zwar einen Blitzstart hin: Erst 2017 gegründet, gehörte die App in den ersten Monaten 2018 bereits zu den am meisten heruntergeladenen Apps im Apple-Store. Doch der Hype hielt nicht lange an, die Zuschauerzahlen gingen schnell wieder zurück.

„Vielleicht war die Stadt zu viel für ihn“

Zuletzt war von Schwierigkeiten im Unternehmen die Rede. Der Co-Gründer Yusupov hat seinen Posten als CEO bereits geräumt. Nach Medienberichten soll Kroll seinen Partner aus dem Job gedrängt haben, um ihn selbst zu übernehmen.

Von größeren Drogenproblemen von Kroll war in der Öffentlichkeit nichts bekannt. Nach Angaben seines Vaters hatte er mit dem Trinken aufgehört und nahm in der Freizeit ab und zu Drogen. „Vielleicht war die Stadt zu viel für ihn“, sagte der Vater Alan Kroll in einem Telefoninterview mit der „New York Times“. Kroll habe darüber nachgedacht, aus New York wegzuziehen.

„Er hatte so viel Talent und hatte schon so viel erreicht in einem so jungen Alter“, sagte sein Vater. „Stellen Sie sich vor, was er mit seinen Fähigkeiten noch hätte machen können. Es hätte Spaß gemacht, ihn mit 50 zu sehen“, sagte er.

Eine Frau hatte die Polizei in der Nacht zum Sonntag angerufen, weil sie sich Sorgen um den Gesundheitszustand von Kroll machte. Nach Angaben der Polizei habe man in der Wohnung Kokain und Heroin gefunden.

Die 25.000 Dollar, die in der Quiz-Show am Sonntagabend zu gewinnen waren, gingen an die Tierschutz-Organisation Humane Society, im Gedenken an den Gründer Colin Kroll, der seinen Hund Taylor oft mit ins Büro brachte.

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