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Comcast-Chef: "Wenn es nicht klappt, dann ist es auch okay“ Disney kann seine Unabhängigkeit verteidigen

Der Unterhaltungsriese Disney hat seine Unabhängigkeit verteidigen können: Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast zog sein Gebot für Walt Disney mit sofortiger Wirkung zurück. Das Disney-Management weigerte sich kategorisch, über das feindliche Angebot zu verhandeln.
Angebot für Disney zurückgezogen, Foto: dpa

Angebot für Disney zurückgezogen, Foto: dpa

HB NEW YORK. Nach dem beharrlichen Widerstand des Unterhaltungskonzerns Walt Disney hat der US-Kabelnetzbetreiber Comcast seinen milliardenschweren Übernahmeversuch aufgegeben. „Unglücklicherweise ist sehr deutlich geworden, dass Disney nicht unsere Interessen teilt“, sagte Comcast-Chef Brian Roberts am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Das Disney-Management hatte sich kategorisch geweigert, über das feindliche Angebot im Volumen von rund 48,4 Milliarden Dollar zu verhandeln. Der Traditionskonzern gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Comcast-Aktien, die seit Bekanntgabe der Offerte im Februar um fast zwölf Prozent gefallen waren, stiegen zwischenzeitlich um knapp sechs Prozent. Disney-Titel verloren dagegen 1,9 Prozent auf 23,72 Dollar.

Schon im März hatte Roberts gesagt, eine Fusion mit Disney wäre zwar für beide Firmen vorteilhaft. „Aber wenn es nicht klappt, dann ist es auch okay.“ Am Mittwoch betonte er: „Wir sind bei unserem Herangehen an Akquisitionen immer diszipliniert gewesen. Diszipliniert sein heißt auch zu wissen, wann es Zeit ist zu gehen. Dieser Moment ist jetzt.“ Der Comcast-Chef hatte das Übernahme-Angebot für Disney im Februar öffentlich gemacht, nachdem Disney-Chef Michael Eisner nicht über eine Fusion verhandeln wollte.

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