Computerhersteller Dell-Gewinn bricht um 79 Prozent ein

Die PC-Hersteller kämpfen damit, dass viele Verbraucher aufs Tablet umschwenken. Das verursachte bei Dell einen empfindlichen Gewinneinbruch. Konzernchef Michael Dell will rasch umbauen. Doch er hat ein Problem.
Update: 17.05.2013 - 00:47 Uhr 8 Kommentare
Der Umsatz bei Dell blieb fast stabil - ob das das Firmenimage aufpolieren kann? Quelle: Reuters

Der Umsatz bei Dell blieb fast stabil - ob das das Firmenimage aufpolieren kann?

(Foto: Reuters)

Round RockDer umkämpfte US-Computerhersteller Dell muss sich mit hohen Kosten herumschlagen. Während der Konzern in seinem ersten Geschäftsquartal den Umsatz beinahe stabil halten konnte, brach der Gewinn aufgrund kräftig gestiegener Ausgaben für Verwaltung und Vertrieb sowie Investitionen in Neuentwicklungen ein.

Dell verdiente in den drei Monaten bis Anfang Mai unterm Strich noch 130 Millionen Dollar (100 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag am Sitz im texanischen Round Rock mitteilte. Das ist ein Rückgang um 79 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz lag dagegen um moderate 2 Prozent niedriger bei 14,1 Milliarden Dollar. Damit übertraf er Analystenerwartungen von 13,5 Milliarden Dollar. Dell gab keinen Ausblick auf das zweite Quartal, weil sich der weltweit drittgrößte PC-Anbieter inmitten einer Übernahmeschlacht befindet. Dell hatte die Veröffentlichung seiner Unternehmensergebnisse um fünf Tage vorgezogen.

Das stark laufende Geschäft mit Firmenkunden glich die deutlichen Einbußen bei den Verkäufen von Tischrechnern und Notebooks an Privatleute fast aus. Die Verbraucher schwenken in großer Zahl auf Tablet-Computer um oder begnügen sich zum Mailen und Surfen im Web mit ihren Smartphones. Während die Elektronik-Giganten Apple und Samsung mit dem Trend Milliarden scheffeln, sehen klassische PC-Hersteller wie Marktführer Hewlett-Packard, Fujitsu oder eben Dell ihre Felle davonschwimmen.

Firmengründer Michael Dell will daher sein Haus nach dem Vorbild von IBM verstärkt auf das lukrativere Service-Geschäft ausrichten. Dazu will er die 1984 von ihm gegründete Firma mit Hilfe von Investoren zurückkaufen und von der Börse nehmen. Ohne Rücksicht auf andere Aktionäre könnte er dann den laufenden Umbau beschleunigen. Der Deal wäre 24,4 Milliarden Dollar schwer.

Doch die Großaktionäre Southeastern Asset Management und Milliardär Carl Icahn torpedieren das Unterfangen mit einem Gegenvorschlag. Sie wollen Dell an der Börse lassen und eine hohe Sonderausschüttung erzwingen. Im ersten Quartal erwarben diverse Hedge-Fonds rund 30 Millionen Dell-Aktien. Damit können sie vermutlich den Firmengründer zusätzlich unter Druck setzen, sein Gebot für den Konzern zu erhöhen.

Der Unternehmensgründer kontrolliert zusammen mit Verbündeten rund 16 Prozent der Anteile. Ihm gegenüber stehen Southeastern und Icahn mit zusammengenommen etwa 13 Prozent. Weil keine der beiden Seiten eine absolute Mehrheit für ihre Pläne besitzt, sind sie auf Verbündete unter den restlichen Aktionären angewiesen.

Inwiefern die jüngsten Geschäftszahlen das Kräfteverhältnis ändern, ist unklar. Nachbörslich bewegte sich die Aktie kaum.

  • dpa
  • rtr
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8 Kommentare zu "Computerhersteller: Dell-Gewinn bricht um 79 Prozent ein"

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  • @ sdwsw: Ah, ich verstehe. Nun gut, ich muss zugeben, dass ich alle Geräte online bestelle, telefonisch habe ich das bisher noch nicht gemacht. Mein Kommentar bezüglich Preis war @Harlemjump gerichtet.

  • Die Aktie kommt von exakt 61,50 Euro im März 2000-und heute.... ? - Ohne Kommentar!

  • Mein Bekannter ist ein freier Java Programmierer und empfahl mir dieses Modell. Es ist zwar sehr schwer hat aber die Power die ich benötige. Vor allem die Kühlung soll TOP sein und eine lange Lebensdauer versprechen. Nun bin ich auf der Suche bei Schenker notebooks die ja ebenfalls Testsieger sind. Aktuell denke ich darüber nach mit 2 normale PCs zu kaufen einen fürs Büro und einen für zuhause, dann würde das auch gehen.

    es kam nicht zum Abschluss da mir niemand eine Beratung gab, ich bin kein Experte. Ich stellte meinen Notebook zusammen und rief dann dort an. Sagte meine Konfiguration durch. das einzigste was er sagte war "ich sende Ihnen gleich ein angebot zu, und dann machen wir was im Preis".. Er versuchte den Preis zu drücken obwohl dies erstmal nicht mein Problem war. Ich rief dann noch 4 mal und fragte nach. Meine daten waren/wurden nicht erfasst. Jetzt erhalte ich Werbung per Mail mehr nicht. Naja egal .

  • Das ist ziemlich schade. Darf ich mal fragen, wieso es "nicht zum Abschluss" kam? Beruflich verwende ich seit 10 Jahren Dell-Produkte und bisher gab es nie Probleme (ich arbeite als IT-Manager eines mittelständischen Unternehmens).

  • M18x ist das Topmodell von Alienware / Dell. Wo haben Sie denn den Wunschpreis her? Wie ganz leicht mittels Alienware/Dell Website nachzuprüfen ist, kostet "das teuerste Modell" EUR 6.567,72 und das ohne "Schnickschnack" wie etwa Tasche, Maus, Tastatur, Lautsprecher usw.


  • das teuerste Modell kostet 1299,00

  • vor ein paar monaten habe ich versucht ein MX18 Notebook zu kaufen, kostete 4500€ inkl steuer. Bis heute kam es nicht zum Abschluss. Seit 4 Wochen sehe ich mich nun woanders um.

  • Dells Hauptproblem ist der miserable Kundenservice. Wer es sogar schafft seine Premiumkunden(Geräte über 2000€ ) 4 wochen betteln zu lassen weil der Sch**** nicht funktioniert braucht sich nicht wundern... wenn diese dann die Marke wechseln...andere Effekte addieren sich natürlich dann noch dazu.

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