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CRM-Geschäft Software fürs Kundenmanagement – SAP sagt Salesforce den Kampf an

Die US-Amerikaner dominieren im lukrativen Geschäft mit CRM-Software. Der Dax-Konzern SAP will den Rivalen aber mit aller Macht entthronen.
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SAP sagt Salesforce bei CRM-Software den Kampf an Quelle: Reuters
SAP

Der deutsche Konzern hat angekündigt, bei CRM-Software „den Status quo zu verändern“.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie Machtverhältnisse sind klar. Salesforce ist bei Software fürs Kundenmanagement (CRM) die Nummer eins. Daran will SAP jedoch rütteln: Der deutsche Konzern hat angekündigt, „den Status quo zu verändern“, ja, die „Kategorie neu zu definieren“. Auch ohne die Erwähnung des Konkurrenten ist klar, wem diese Kampfansage gilt.

Um den Anspruch zu untermauern, weist SAP seit Neustem die Zahlen fürs CRM-Geschäft aus, zusammengefasst im Segment „Customer Experience“. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 231 Millionen Euro, ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, unterm Strich blieben 18 Millionen Euro. Salesforce erlöste zuletzt rund drei Milliarden Dollar im Quartal.

Trotzdem scheut Finanzchef Luka Mucic nicht den Vergleich. „SAP war im CRM-Markt bislang unterrepräsentiert“, so der Vorstand zum Handelsblatt. Anders gesagt: Der deutsche Konzern, Marktführer bei betriebswirtschaftlicher Software (ERP) für die Steuerung von Unternehmensabläufen, hat Lösungen für Marketing und Vertrieb einige Jahre vernachlässigt.

Nun sieht Mucic „signifikante Wachstumsmöglichkeiten“. Daher gelte: „Wenn man große Ambitionen hat, sollte man den Mut haben, sich den Märkten und Medien zu stellen und die Fortschritte zu zeigen.“ Zumal die Lösungen aus der Cloud sehr gefragt sind – Kunden nutzen die Programme dabei übers Internet, ohne im eigenen Unternehmen Software installieren zu müssen. Der Umsatz mit diesem Nutzungsmodell, das sich in der IT-Welt immer mehr durchsetzt, verdreifachte sich. „Wir müssen zeigen, dass wir mit dem Zukunftsgeschäftsmodell Cloud in den wesentlichen Bereichen vorankommen“, betont Mucic.

SAP argumentiert, dass die eigene Lösung überlegen sei, weil sie alle Teile des Unternehmens integriere. Marketing, Vertrieb und Service sollen beispielsweise gleich mit der Lieferkette und dem Finanzsystem verknüpft sein, um Bestellungen in einem Online-Shop schnell und effizient zu bearbeiten. Vorstand Mucic spricht von einem „360-Grad-Blick auf den Kunden“.

Die Lösung eignet sich besonders für Unternehmen, die schon viel SAP-Software nutzen. „Bei den Bestandskunden sehen wir großes Interesse“, betont Mucic, ohne Zahlen zu nennen. Auch außerhalb der SAP-Basis bestehe aber Potenzial, nicht zuletzt durch die Übernahmen der Firmen Gigya und Callidus.

Deren Kunden will der Finanzchef künftig mehr Lösungen mit dem blau-weißen Logo verkaufen. Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe (DSAG) merkt allerdings an, dass das Zusammenspiel bei den bisherigen Lösungen noch nicht wie gewünscht funktioniere.

SAP drängt nicht zuletzt in diesen Markt, weil der Umsatz mit CRM-Lösungen als lukrativster Teil der Softwarebranche nach Einschätzung des Marktforschers Gartner in diesem Jahr auf 45 Milliarden Dollar wächst.

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