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Datenklau-Prozess SAP-Co-Chef entschuldigt sich bei Oracle

Das dürften Oracle-Manager mit Genugtuung vernommen haben: SAP-Co-Vorstandschef Bill McDermott hat sich vor Gericht beim US-Rivalen Oracle für das unlautere Herunterladen von Daten der Ex-Tochter Tomorrow Now entschuldigt. Vorangegangen war ein Schlagabtausch mit dem Oracle-Anwalt.
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SAP-Co-Chef McDermott im Oktober beim World Business Forum in New York. Quelle: Reuters

SAP-Co-Chef McDermott im Oktober beim World Business Forum in New York.

(Foto: Reuters)

HB OAKLAND. SAP-Co-Vorstandschef Bill McDermott hat sich vor Gericht beim US-Rivalen Oracle für das unlautere Herunterladen von Daten entschuldigt. "Es tut mir leid", sagte der Manager am Montag im Gerichtssaal im kalifornischen Oakland nahe San Francisco.

Vorangegangen war ein Schlagabtausch mit Oracle-Anwalt David Boies, der McDermott fragte, ob sich SAP jemals für seinen Datenklau entschuldigt habe. Nachdem der Walldorfer das verneinte, erkundigte sich Boies, ob er dies nun nicht vor Gericht tun wolle.

McDermott war der erste Zeuge der SAP-Anwälte, die zwei Wochen nach Beginn des Mammutprozesses am Montag die Regie in dem Verfahren übernommen hatten. Der erst im Frühjahr dieses Jahres an die SAP-Spitze beförderte Manager war früher Chef der US-Tochter SAP America. Dazu zählte auch die kleine Software-Wartungsfirma Tomorrow Now, die umfangreich Software-Codes von Oracle-Rechnern herunterlud und den Walldorfern 2007 eine Klage des US-Wettbewerbers einbrachte.

In dem auf knapp fünf Wochen angesetzten Prozess war bisher Oracle am Zug, Beweise für den Diebstahl von Software-Codes durch SAP zu liefern. Oracle-Chef Larry Ellison hatte den dadurch entstandenen Vermögensschaden vergangene Woche auf vier Mrd. Dollar geschätzt.

SAP hat den Datenklau durch die inzwischen liquidierte Tochter Tomorrow Now zugegeben und will für den direkt oder mittelbar verursachten Schaden finanziell geradestehen. Für angemessen hält der SAP-Vorstand um McDermott aber bislang lediglich einige Dutzend Mio. Dollar.

Ein Urteil in dem Zivilprozess wird voraussichtlich zum Monatsende gefällt. Das letzte Wort könnte in dem Fall damit aber noch nicht gesprochen sein, da auch die Strafverfolgungsbehörden in den USA den Datendiebstahl noch unter die Lupe nehmen könnten.

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