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Datenschutz-Verstöße US-Aufseher erwägen scheinbar Bußgeld gegen Facebook

Die US-Handelsaufsicht soll untersuchen, ob gegen eine Vereinbarung mit der Regierung verstoßen wurde. Eine Strafe könnte im zweistelligen Millionenbereich liegen.
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Scheinbar könnte auf Facebook eine saftige Strafe der US-Handelsaufsicht zukommen. Quelle: Reuters
USA

Scheinbar könnte auf Facebook eine saftige Strafe der US-Handelsaufsicht zukommen.

(Foto: Reuters)

New YorkAuf Facebook kommt scheinbar Ärger mit der US-Aufsicht zu. Laut einem Bericht der „Washington Post“ erwägt die US-Handelskommission FTC, dem Unternehmen wegen Datenschutz-Verstößen ein Bußgeld aufzubrummen. Die Facebook-Aktie rutschte nach Veröffentlichung des Berichts leicht ab.

Facebook werde vorgeworfen, gegen eine rechtlich bindende Vereinbarung mit der Regierung verstoßen zu haben, bei der es um den Schutz persönlicher Daten gehe, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die US-Handelsaufsicht ermittelt seit vergangenem Jahr. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, und es sei auch noch keine Entscheidung zu der Höhe einer Strafe gefallen, hieß es in der Zeitung weiter.

Facebook wird vorgeworfen, persönliche Informationen seiner Nutzer missbraucht zu haben. Die mögliche Strafe droht Facebook wegen Ermittlungen der FTC im Zusammenhang mit der politischen Beratungsagentur Cambridge Analytica. Das Datenanalyse-Unternehmen hatte persönliche Informationen von Millionen Facebook-Nutzern ohne deren ausdrückliche Zustimmung verwendet, um ihre Stimmabgabe bei den US-Wahlen 2016 im Sinne ihrer Auftraggeber zu beeinflussen. Nach den Cambridge-Analytica-Aufdeckungen im März hatte die US-Handelsaufsicht eine Untersuchung der Facebook-Datenpraktiken eingeleitet.

Laut Informationen der „Washington Post“ könnte ein Bußgeld gegen Facebook im zweistelligen Millionenbereich liegen und sogar 22,5 Millionen Dollar übersteigen: Die Rekordstrafe hatte Google 2012 wegen einem Verstoß gegen eine Vereinbarung zur Verbesserung der Datenschutzpraxis zahlen müssen.

Die FTC teilte in einer automatisierten Mitteilung auf eine Bitte um eine Stellungnahme mit, sie sei wegen des teilweisen Regierungsstillstands nicht in der Lage, auf Anfragen zu antworten. Facebook lehnte eine Antwort ab.

Facebook hat 2011 eine Einverständniserklärung mit der FTC unterzeichnet, nach der das Unternehmen die ausdrückliche Erlaubnis der Nutzer erhalten muss, bevor persönlichen Daten weitergegeben werden. Im März berichtete Bloomberg, dass die Untersuchung prüfen würde, ob Facebook gegen die Vereinbarung verstößt.

Seit die Details um Cambridge Analytica bekannt geworden sind, gab es auch eine Reihe anderer Datenschutzskandale. Im vergangenen Monat hatte Facebook zugegeben, dass es anderen großen Technologiefirmen erlaubt hatte, private Nachrichten der Benutzer zu lesen, bestritt aber, dass dies ohne Zustimmung der Benutzer geschehen war. Zudem wies das Unternehmen im September auf einen Hackerangriff hin. Zunächst hieß es, dass bis zu 50 Millionen Nutzer betroffen waren, später sagte das Unternehmen, dass es sich nur 30 Millionen Nutzer gehandelt habe.

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