Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Datenskandal US-Behörde FTC bestätigt Ermittlungen gegen Facebook – Aktienkurs fällt kräftig

Die US-Verbraucherschutzbehörde hat Ermittlungen gegen Facebook bestätigt. Zudem soll Mark Zuckerberg vor dem US-Senatsausschuss aussagen.
Update: 26.03.2018 - 21:37 Uhr 5 Kommentare
US-Behörde FTC bestätigt Ermittlungen gegen Facebook Quelle: Reuters
Mark Zuckerberg

Der Druck auf den Facebook-CEO wächst – nun ermittelt auch die US-Verbraucherschutzbehörde.

(Foto: Reuters)

New York, San FranciscoIn der Datenaffäre wächst der Druck auf Facebook: Nun hat die US-Verbraucherschutzbehörde FTC angekündigt, dass sie eine Untersuchung gegen Facebook eingeleitet hat.

Damit bestätigt die Behörde einen Bericht der „Washington Post“ der vergangenen Woche. Der Aktienkurs verlor am Montag zum Handelsbeginn mehr als fünf Prozent in einem sonst positiven Marktumfeld. Zwischenzeitlich notierte die Aktie mehr als acht Prozent im Minus, erholte sich dann aber etwas im weiteren Handelsverlauf.

Facebook befindet sich derzeit in seiner schwersten Krise seit Beginn des Unternehmens. Gründer und CEO Mark Zuckerberg schaltet ganzseitige Anzeigen, um sich bei seinen Nutzern zu entschuldigen und leistet in Fernsehinterviews Abbitte.

Außerdem soll Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor dem Justizausschuss des US-Senats aussagen. Der Vorsitzende des Komitees, Charles Grassley, teilte am Montag mit, er habe Zuckerberg sowie die Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet und des Kurznachrichtendienstes Twitter für den 10. April zu einer Anhörung eingeladen.

Zuckerberg solle sich darüber auslassen, wie Facebook in der Vergangenheit und künftig mit dem Schutz und der Überwachung von Kundendaten umgehe.

Klagen drohen, und Werbekunden könnten abspringen. Grund ist der Daten-GAU um die Analysefirma Cambridge Analytica. Sie hat dank einer App Zugang zu den Daten von insgesamt 50 Millionen Nutzern bekommen.

Die Verbraucherbehörde Federal Trade Commission (FTC) will nun untersuchen, ob das Unternehmen damit gegen Vorschriften zum Schutz der Privatsphäre verstoßen hat.

„Die FTC nimmt jüngste Presseberichte sehr ernst, die grundsätzliche Bedenken aufwerfen, was den Umgang mit privaten Daten bei Facebook angeht. Heute bestätigt die FTC, dass es eine offene, nichtöffentliche Untersuchung zu diesen Praktiken eingeleitet hat“, teilte die Behörde mit.

„Es ist lange überfällig, dass die FTC die Gefahren von Big Tech erkennt, nicht nur für Privatsphäre oder Wirtschaft, sondern auch für die Demokratie“, erklärte Barry Lynn vom einflussreichen Thinktank Open Market Institute in Washington.

Der Datenschützer wirbt für eine Zerschlagung von Facebook. Die FTC solle ihre Macht nutzen, um Facebook zu restrukturieren. „Das sollte beinhalten, Facebooks Kauf von WhatsApp und Instagram rückgängig zu machen“, fordert Lynn. Die Datenschutzregeln bei Facebook müssten verschärft werden, möglicherweise nach dem Vorbild der neuen Datenschutzgrundverordnung der EU, die im Mai in Kraft tritt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Datenskandal - US-Behörde FTC bestätigt Ermittlungen gegen Facebook – Aktienkurs fällt kräftig

5 Kommentare zu "Datenskandal: US-Behörde FTC bestätigt Ermittlungen gegen Facebook – Aktienkurs fällt kräftig"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Würde morgen Facebook aus dem Netz genommen, hätte niemand, außer den Besitzern, einen wirklichen Schaden!
    Das Einzige wäre wohl die viele Freizeit einiger Leute, die sich dann neu ordnen müssten!

  • Hat die Bundesregierung da nicht helfen können? Facebook hat sich doch in der Vergangenheit immer so schön kooperativ gezeigt und die Profile von politisch unliebsamen Personen brav gelöscht.
    Herr Maas, Sie sind gefordert! Sie sind diesem Unternehmen noch einen Gefallen schuldig!

  • So geht das in einem Rechtsstaat wie den USA, leider gibt es das nicht in der EU.