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Deutsche Telekom BT-Beteiligung sorgt für Gewinneinbruch

Die Beteiligung an der britischen BT hat die Bilanz der Deutschen Telekom erneut schwer belastet. Der Gewinn des Dax-Konzerns brach im abgelaufenen Quartal um 76 Prozent ein. Operativ läuft es aber besser als erwartet.
Update: 11.05.2017 - 08:08 Uhr 1 Kommentar
Die Beteiligung an der britischen BT schlägt sich erneut in der Bilanz nieder. Quelle: dpa
Deutsche Telekom

Die Beteiligung an der britischen BT schlägt sich erneut in der Bilanz nieder.

(Foto: dpa)

Bonn Die Beteiligung am britischen Telefon-Konzern BT wird für die Deutsche Telekom immer mehr zur Last. Auf den zwölfprozentigen Anteil habe man wegen der schlechten Aktienkursentwicklung im ersten Quartal 700 Millionen Euro abschreiben müssen, teilte die Telekom am Donnerstag mit. Der Überschuss brach unter anderem deshalb um drei Viertel auf 747 Millionen Euro ein.

BT kämpft derzeit mit einem Bilanzskandal in Italien. Die Telekom war vor einem Jahr über ein Tauschgeschäft an die BT-Beteiligung gekommen. Die Transaktion hatte im Vorjahreszeitraum noch für einen positiven Effekt von 2,5 Milliarden Euro gesorgt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Briten der Telekom die Bilanz verhageln. Wegen des Brexit-Votums hatten die BT-Aktien 2016 bereits massiv an Wert verloren, weshalb die Bonner 2,2 Milliarden Euro abschreiben mussten.

Trotz der Schwierigkeiten im Vereinigten Königreich erwartet der Telekom-Vorstand einen Anstieg des Betriebsgewinns um vier Prozent auf 22,2 Milliarden Euro nach 21,4 Milliarden Euro im vorigen Jahr. Im ersten Quartal kamen davon 5,6 Milliarden Euro zusammen – ein Plus von 7,5 Prozent. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 18,7 Milliarden Euro. „Wir sind gut in das Jahr 2017 gestartet“, sagte Konzernchef Tim Höttges. Die Telekom wachse in Deutschland und den USA.

Wachstumslokomotive der Telekom ist dank neuer Tarife und eines Netzausbaus weiterhin die amerikanische Tochter T-Mobile US. Im ersten Quartal wuchs der drittgrößte Mobilfunker des Landes rasant weiter und steigerte die Kundenzahl um 1,1 Millionen auf 72,6. Der Betriebsgewinn der Tochter schnellte um ein Viertel nach oben auf 2,4 Milliarden Euro.

Der Brexit macht vor Telekom keinen Halt

Der Siegeszug der einstigen Sorgentochter ruft Interessenten auf den Plan. Nach Aussagen von Insidern will der japanische Telekom-Riese Softbank die Mehrheit an seinem glücklosen US-Mobilfunker Sprint an die Telekom-Tochter verkaufen. Softbank arbeite an einem solchen Deal mit T-Mobile US, hatten mehrere mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters im Februar gesagt. Offiziell lässt Softbank-Chef Masayoshi Son wenig von seinen Plänen durchblicken. „Wir sind offen, wenn es Möglichkeiten gibt“, hatte er vorige Woche gesagt.

T-Mobile-US-Chef John Legere brachte vor einigen Wochen ebenfalls und den Satelliten-TV-Betreiber Dish als interessanten Kandidaten in Spiel. Die Übernahmewelle in den USA dürfte bald Fahrt aufnehmen, da dort Mitte April eine Frequenzauktion zu Ende ging, während der Verhandlungen zwischen den Rivalen verboten waren. Die Telekom hält zwei Drittel der Anteile von T-Mobile US.

Das sind die zehn umsatzstärksten Konzerne Deutschlands
Platz 10: Audi
1 von 10

Die Ingolstädter sind die Cashcow des Wolfsburger Autobauers Volkswagen, zu dem Audi seit 1969 gehört. Dem Konzern ist es gelungen, den Umsatz im vergangenen Jahr (im Vergleich zu 2014) um 8,6 Prozent zu steigern. Im gesamteuropäischen Ranking hat sich Audi deswegen um einen Platz auf den 26. Rang verbessert.

Umsatz (2015): 58,4 Milliarden Euro
Umsatzentwicklung (im Vergleich zu 2014): + 8,6 Prozent

(Foto: Reuters)
Platz 9: Metro
2 von 10

Metro spielt nicht mehr in der ersten Börsenliga mit. Doch obwohl der Großhandelskonzern mittlerweile im MDax notiert ist, ist er hinsichtlich des Umsatzes in Deutschland immer noch erstklassig. Auf europäischer Ebene kommt Metro immerhin auf den 24. Platz und konnte sich damit um einen Platz verbessern – und das obwohl der Umsatz um mehr als ein Prozent gesunken ist. Damit hat sich Metro allerdings besser entwickelt als der Schnitt. In Europa ist der Gesamtumsatz der Top-300-Konzerne um 4,2 Prozent von 7,3 auf knapp sieben Billionen Euro gesunken.

Umsatz: 59,2 Milliarden Euro
Entwicklung: - 1,2 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 8: Deutsche Post
3 von 10

Die Deutsche Post hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. 2015 sank der operative Gewinn um 19 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Umsatz hingegen legte über fünf Prozent zu.

Umsatz: 61,6 Milliarden Euro
Entwicklung: + 5,1 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 7: Deutsche Telekom
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Die Deutsche Telekom konnte ihren Umsatz um über zehn Prozent steigern. Während hierzulande das Geschäft schleppend verläuft, sorgt vor allem die florierende US-Mobilfunksparte für diesen Umsatzsprung. Der Erfolg kommt überraschend. T-Mobile USA war einst ein Verkaufskandidat der Deutschen Telekom. Das US-Kartellamt verhinderte damals diesen Verkauf – mittlerweile zur Freude des deutschen Telekomkonzerns.

Umsatz: 69,2 Milliarden Euro
Entwicklung: + 10,5 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 6: BASF
5 von 10

Die Chemiebranche steht derzeit unter großem Druck. Der Preisverfall an den Rohölmärkten und Rezessionen in vielen Schwellenländern belasten die Geschäfte und sorgen für eine Konsolidierungswelle. Große Konzerne wie BASF gehen auf Einkaufstour. Auch Konkurrent Bayer sucht nach Kaufgelegenheiten. Als heißer Übernahmekandidat gilt Monsanto, der sowohl bei Bayer als auch bei BASF auf der Liste steht.

Umsatz: 70,4 Milliarden Euro
Entwicklung: - 5,2 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 5: Siemens
6 von 10

Das starke Industriegeschäft lässt die Kassen bei Siemens klingeln. Sowohl Umsatz als auch Gewinn konnte der Konzern steigern. Besonders gut liefen die Sparten Power, Gas und Windenergie. Profitieren konnte Siemens auch von der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran.

Umsatz: 75,6 Milliarden Euro
Entwicklung: + 6,2 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 4: BMW
7 von 10

Die Autobranche gehört nach wie vor zu den größten Branchen in Europa. BMW kommt im gesamteuropäischen Ranking auf den neunten Platz. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent gestiegen – auch dank führender Technologien. So ist BMW einer der wenigen Autohersteller, dessen Dieselmotoren nicht im Verdacht stehen, Abgasemissionen manipuliert zu haben.

Umsatz: 92,2 Milliarden Euro
Entwicklung: + 14,6 Prozent

(Foto: dpa)
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