Didi Chuxing Apple investiert eine Milliarde in Uber-Rivalen

Das Fahrdienst-Geschäft in China ist heiß umkämpft. Als großer Investor stärkt Apple dem Marktführer Didi den Rücken im Rennen gegen den US-Anbieter Uber. Eine neue Ausrichtung für den iPhone-Konzern?
Update: 13.05.2016 - 10:05 Uhr

Das steckt hinter Apples Mega-Deal

Das steckt hinter Apples Mega-Deal

San Francisco/PekingApple steigt mit einer Milliarde US-Dollar (880 Millionen Euro) bei dem chinesischen Uber-Rivalen Didi Chuxing ein. Die strategische Investition des Computer- und Handykonzerns aus Kalifornien ist ein Coup für den chinesischen Fahrdienst-Vermittler, der sich einen heißen Konkurrenzkampf mit dem US-Gegenspieler Uber auf dem rasant wachsenden chinesischen Markt liefert.

„Wir sehen eine Menge Möglichkeiten für eine engere Kooperation zwischen beiden Firmen“, sagte Apple-Chef Tim Cook am Freitag zu dem Einstieg bei dem Auto- und Taxivermittler. „Wir habe uns aus einer Reihe von strategischen Gründen für diese Investition entschieden, darunter die Chance, mehr über bestimmte Bereiche des chinesischen Marktes zu lernen.“ Das Investment werde sich auszahlen.

Der lange Weg zur Ikone
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Die Firmengründer Steve Jobs und Steve Wozniak bauen in einer Garage die ersten Apple-Computer. Die Geräte, die sie für 666,66 Dollar verkaufen, bestehen nur aus der Hauptplatine, ohne Gehäuse oder Tastatur. Mit Apple beginnt die Ära der Personal Computer, während meist noch Großrechner verwendet werden.

1977
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Mit dem Apple II bringt das Unternehmen einen fertigen PC im Plastikgehäuse und mit einer Farbgrafikkarte auf den Markt, der sich bis 1993 über zwei Millionen Mal verkaufte. 1980 geht Apple an die Börse.

1984
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Jobs, hier mit dem damaligen Apple-Präsidenten John Sculley (rechts), stellt den Macintosh-Computer vor, mit dem eine grafische Benutzeroberfläche und die Bedienung per Maus populär werden.

1985
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Jobs wird in einem Machtkampf aus dem Unternehmen gedrängt. Er gründet danach die Computer Firma Next und führt das Animations-Studio Pixar.

1991
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Apple bringt seinen ersten erfolgreichen Laptop auf den Markt, das PowerBook 100.

1993
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Der PDA Apple Newton wird vorgestellt, verkauft sich aber nur schlecht, weil viele der visionären Konzepte wie die Handschriftenerkennung in der Praxis nur mäßig funktionieren

1997
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Apple steht finanziell mit dem Rücken zur Wand und holt Jobs zurück. Mit dem Kauf von Next für über 400 Millionen Dollar wird das bei Next entwickelte Betriebssystem zur Grundlage des Mac-Systems OS X, dass heute noch eingesetzt wird.

Mit dem Geld von Apple hat Didi in der jüngsten Kapitalrunde drei Milliarden US-Dollar eingesammelt, berichtete der US-Finanzdienst Bloomberg unter Hinweis auf informierte Kreise. Damit erreicht das Unternehmen einen Marktwert von 26 Milliarden US-Dollar. Vor mehr als einem Jahr war es erst sechs Milliarden wert. Hinter Didi stehen auch die beiden chinesischen Internetriesen Tencent und Alibaba.

Didi Chuxing hieß früher Didi Kuaidi. Wie Uber bietet es eine App für das Handy an, mit der Nutzer Autos, Taxis oder Mitfahrgelegenheiten bestellen und mit den Fahrern kommunizieren können. Beide liefern sich ein erbittertes Rennen um Kunden und Investoren. Um Marktanteile zu gewinnen, subventionieren sie das Geschäft kräftig. „Unser Einkommen stützt sich vor allem auf Zuschüsse“, schilderte ein 50-jähriger Uber-Fahrer in Peking.

Der US-Dienst muss nach Aussagen von anderen Fahrern mehr zuschießen als Didi. So räumte Uber-Chef Travis Kalanick im Februar auch ein, dass sein Unternehmen „über eine Milliarde Dollar“ pro Jahr in China verliere. Während Uber im Westen das Geschäft dominiert, hat Didi in China einen größeren Marktanteil und bedient mehr als 400 Städte.

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