Digitale Sicherheit Bundeswehr kooperiert mit der Telekom im Bereich der Cyber-Abwehr

Die deutschen Soldaten werden künftig Unterstützung des Bonner Großkonzerns bekommen. Hilfe ist dringend nötig. Weitere Partner könnten dazustoßen.
Update: 25.09.2018 - 18:31 Uhr Kommentieren
Deutsche Telekom kooperiert für Cyber-Abwehr mit der Bundeswehr Quelle: dpa
Deutsche Telekom

Zwischen dem Konzern und der Bundeswehr wurde eine Kooperation vereinbart.

(Foto: dpa)

BonnDie Bundeswehr hat sich die Telekom als Partner aus der Wirtschaft geholt, um besser gegen Angriffe aus dem Internet vorgehen zu können. Die Kooperation wurde am Dienstag in Bonn beschlossen, wie das Unternehmen mitteilte. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen zunächst Mitarbeiter beim Partner hospitieren.

Die Telekom betreibt in Bonn eines der modernsten Cyberabwehrzentren Europas. An dem Standort sollen künftig auch gemeinsame Übungen abgehalten werden. Der oberste Cyber-Sicherheitschef der Telekom, Thomas Tschersich, sagte: „Cyberexperten von Telekom und Bundeswehr profitieren durch den Austausch. Zusammen leisten wir gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Cybersicherheit der Bundesrepublik.“ Zwischen dem Dax-Konzern und der Bundeswehr gibt es bereits einen Austausch.

Das Verteidigungsministerium erwägt seit einiger Zeit, einen Clouddienst für die Bundeswehr zu etablieren. In der Branche wird die Telekom als Kandidat dafür gehandelt.

Die Bundeswehr arbeitet seit 2016 daran, ihre Kompetenzen in der Cyberabwehr zu stärken. Im vergangenen Jahr wurden alle IT-Experten der Bundeswehr im neuen Kommando Cyber- und Informationsraum unter Leitung von Generalleutnant Ludwig Leinhos zusammengeführt. Sie bilden neben Heer, Luftwaffe, Marine und Streitkräftebasis die fünfte Armee-Einheit. Von derzeit 13.500 Soldaten soll das Kommando auf 15.000 wachsen.

Allerdings erweist sich die Gewinnung von Fachkräften als schwierig: Die Bundeswehr konkurriert de facto mit der gesamten Wirtschaft um überall heiß begehrte IT-Experten.

Die Kooperation mit der Wirtschaft ist deshalb erklärtes Ziel im Verteidigungsministerium. Reservisten etwa, die in IT-Firmen arbeiten, werden nicht mehr zu Übungen im Gelände einrücken, sondern ihre Expertise im Cyberkommando einbringen.

Zudem bildet die Bundeswehr verstärkt eigene IT-Leute aus: Die Bundeswehr-Universität München bekam neue Lehrstühle, in den Fernmeldeeinheiten werden neue IT-Feldwebel ausgebildet. Der Austausch von Personal mit der Telekom ist jetzt ein weiterer Baustein.

Da bei Hackerangriffen oft nicht klar ist, wo sie herkommen, arbeitet die Bundeswehr auch eng mit der „Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich“ zusammen, die dem Innenministerium untersteht.

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