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Digitalisierung für alle Start-up-Verband will deutschen Digitaltag als Cebit-Nachfolger etablieren

Nach dem Aus für die Computermesse will der Bundesverband Deutsche Start-ups die Lücke schließen. Ein Digitaltag soll die Nachfolge antreten.
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Die Cebit soll durch viele deutschlandweite Informationsveranstaltungen zur Digitalisierung ersetzt werden. Quelle: AFP
Digitaltag für Deutschland

Die Cebit soll durch viele deutschlandweite Informationsveranstaltungen zur Digitalisierung ersetzt werden.

(Foto: AFP)

Berlin Die Nachricht, dass die Cebit, die älteste Computermesse des Landes, eingestellt wird, ist noch keine Woche alt, da melden sich schon die ersten Veranstalter, die über eine Nachfolge-Messe nachdenken. Der Bundesverband Deutsche Start-ups hat beschlossen, den deutschen Digitaltag auf die Beine zu stellen: Die neue Veranstaltung soll weniger eine Wirtschaftsmesse als eine Art digitales Bürgerfest werden und „Zukunft zum Anfassen“ bieten, so der Verband gegenüber dem Handelsblatt.

„Die Cebit war nicht nur ein Symbol für den Innovationsstandort Deutschland“, sagt Florian Nöll, der Vorsitzende des Verbands. „Die Cebit war für viele meiner Generation zur Jahrtausendwende der digitale Wallfahrtsort im komplett analogen Deutschland. Statt in den Freizeitpark sind viele spätere Digitalexperten und Startup-Gründer in ihrer Jugend einmal im Jahr zur Cebit gefahren. Für einen Tag waren wir Nerds unter uns.“

Genau so etwas brauche Deutschland jetzt wieder, meint Nöll. Man müsse die Technikbegeisterung im Land neu entfachen, „um den Menschen Lust auf die digitale Welt zu machen. Digitalisierung zum Anfassen. Für die ganze Familie“, sagt Nöll und ruft die deutschen Unternehmen auf, sich der Initiative digitalgermany anzuschließen.

Keine abgeschottete Veranstaltung, sondern eine digitale Weltausstellung in jedem Bahnhof schwebt ihm vor. Damit folgt er dem Vorbild aus der Schweiz, wo der zweite Digitaltag im vergangenen Oktober an den an den Hauptbahnhöfen in Zürich, Lugano und Genf an über einem Dutzend weiterer Standorte Digitalisierung erlebbar machte.

Marc Walder, Gründer von digitalswitzerland, der Organisation hinter dem Schweizer Digitaltag, und im Hauptberuf CEO der Ringier AG, erklärt die Idee: „Wir müssen die gesamte Bevölkerung für die Digitalisierung gewinnen, so dass alle davon profitieren können. Wenn wir es nicht schaffen, Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, ja jede Einzelne und jeden Einzelnen mitzunehmen, werden viele beginnen, zu blockieren und abzuklemmen.“

Unterstützung kommt von Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung: „Die Initiative digitalgermany hat die Zeichen der Zeit erkannt. Die digitale Revolution ist im Kern eine soziale, in allen Lebensbereichen. Daher muss der Mensch und sein Erlebnis auch bei Events viel mehr im Mittelpunkt stehen. Das ist der Weg der Digitalisierung in die Köpfe und Herzen der Menschen. Der Digitaltag trifft da voll ins Schwarze.“

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