Digitalisierung Konnektor von T-Systems für elektronische Gesundheitskarte zugelassen

Das Gerät der Telekom-Tochter hat das Zulassungsverfahren bestanden. Das Datennetz im Gesundheitswesen bekommt damit eine weitere Anschlussstelle.
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Die erfolgreiche Zulassung des Konnektors wäre nach den Nachrichten vom weltweiten Stellenabbau eine wichtige Erfolgsmeldung für die Telekom-Tochter T-Systems. Quelle: dpa
T-Systems

Die erfolgreiche Zulassung des Konnektors wäre nach den Nachrichten vom weltweiten Stellenabbau eine wichtige Erfolgsmeldung für die Telekom-Tochter T-Systems.

(Foto: dpa)

BerlinIn die Digitalisierung des Gesundheitswesens kommt Bewegung: Nach langen Verzögerungen hat ein weiterer Hersteller die Zulassung für ein Anschlussgerät zum Datennetz der elektronischen Gesundheitskarte erhalten. Wie das Handelsblatt erfuhr, erhielt die Telekom-Tochter T-Systems am Freitagabend grünes Licht für ihren Konnektor – eine Art DSL-Router mit besonders hohen Sicherheitsstandards. 

T-Systems habe das Zulassungsverfahren „erfolgreich durchlaufen“, hieß es seitens der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik). Bislang gab es mit der mittelständischen CompuGroup nur einen einzigen Anbieter, viele Ärzte zögerten daher mit der Anschaffung.

Die Bundesregierung hofft auf weitere Wettbewerber am Markt. Es wird erwartet, dass im Sommer auch das österreichische Technologieunternehmen Rise die strenge Prüfung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) besteht und von der Gematik die Zulassung für sein Hardware-Gerät erhält.

Bis Ende des Jahres sollen in einem ersten Schritt alle Arztpraxen an die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sein. Über die verschlüsselte Datenautobahn sollen in Zukunft Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken Patientendaten austauschen können.

Projekt schwer im Verzug

Mit der Vernetzung von Informationen zur Krankengeschichte wie Röntgenbilder oder Laborbefunde soll die Qualität der medizinischen Versorgung verbessert werden. Doppeluntersuchungen oder gefährliche Fehlmedikationen können so vermieden werden.

Das vor rund 15 Jahren gestartete Projekt der elektronischen Gesundheitskarte ist schwer im Verzug und verschlang bisher über eine Milliarde Euro. Für die mehr als 70 Millionen Kassenpatienten in Deutschland dient die Chipkarte mit Passbild seit 2015 als einzig gültiger Versicherungsnachweis, den erhofften Mehrwehrt lieferte sie aber noch nicht.

Ab 2019 sollen Ärzte mit der Karte endlich die Stammdaten der Patienten, also zum Beispiel Anschrift, Krankenversichertennummer und Versichertenstatus, online abgleichen können. Später sollen weitere Anwendungen wie ein elektronisch gespeicherter Plan zur Medikamenteneinnahme und medizinische Notfalldaten folgen.

Ziel ist die Einführung einer umfassenden digitalen Patientenakte bis 2021. Neben der elektronischen Gesundheitskarte will Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Patienten auch alternative Zugänge zu ihren Daten ermöglichen, etwa über Smartphone-Apps.

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