Drogenplattform Silk Road Ein nahezu perfektes Verbrechen

Ross Ulbricht betreibt mit Hilfe von Bitcoins ein verstecktes Rauschgift-Imperium, häuft Millionen an und erteilt Mordaufträge. Doch am Ende scheitert der Silk-Road-Gründer vor Gericht an seinem Größenwahn. Ein Report.
Ross Ulbricht während der Gerichtsverhandlung gegen ihn: Dem Gründer der Internet-Handelsplattform Silk Road droht eine Gefängnisstrafe zwischen 20 Jahren und lebenslänglich. Quelle: ap

Ross Ulbricht während der Gerichtsverhandlung gegen ihn: Dem Gründer der Internet-Handelsplattform Silk Road droht eine Gefängnisstrafe zwischen 20 Jahren und lebenslänglich.

(Foto: ap)

Frankfurt/New YorkBevor die Geschworenen sich am Mittwoch zur Beratung zurückziehen, dreht sich Ross Ulbricht zu seiner Mutter um und faltet kurz die Hände zusammen. Ganz zum Schluss verlässt den jungen Mann im schicken Jackett und hellblauen Hemd doch noch sein siegessicheres Lächeln.

Die Mutter faltet ebenfalls ihre Hände und starrt in sich gekehrt nach vorn. Aber Gebete helfen nicht: Nach nur dreieinhalb Stunden Beratung sprechen die Geschworenen am Mittwoch Ulbricht schuldig. Bevor er abgeführt wird, schaut er noch einmal zurück zu seinen Eltern. Hinten im Saal ruft jemand: „Ross ist ein Held!“

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