Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dropbox in Hamburg Cloud-Dienst eröffnet erste deutsche Niederlassung

30 Millionen Nutzer hat der Cloud-Dienst Dropbox nach eigenen Angaben allein im deutschsprachigen Raum. Eine neue Niederlassung in Hamburg soll nun das Geschäft in Deutschland und Europa stärken.
23.05.2016 - 08:55 Uhr
Das US-Unternehmen eröffnet sein erstes Büro in Deutschland. Quelle: dpa
Dropbox

Das US-Unternehmen eröffnet sein erstes Büro in Deutschland.

(Foto: dpa)

Hamburg/San Francisco Der Online-Speicherdienst Dropbox verstärkt sein Engagement in Europa und eröffnet am Montag eine erste deutsche Niederlassung in Hamburg. Die Mitarbeiter dort werden künftig für die rund 30 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig sein, wie Oliver Blüher, Deutschlandchef des kalifornischen Unternehmens, der dpa sagte. Zu den Nutzern zählten in der Region derzeit rund 4000 zahlende Unternehmen.

Weltweit hat der Cloud-Anbieter nach Angaben von Blüher etwa 500 Millionen Nutzer, 40 Prozent kämen aus der Region Europa zusammen mit dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA). Nicht zuletzt um auch die zahlenden Unternehmen zu überzeugen, bereitet Dropbox für die Kunden eine Datenspeicherung auf deutschem Boden vor.

In Frankfurt am Main sollen vom dritten Quartal an die Daten europäischer Unternehmenskunden in einem von Amazon betriebenen Rechenzentrum lokal vorgehalten werden. Ob künftig auch die Daten von Privatnutzern dort gespeichert werden, ist noch nicht entschieden, werde aber derzeit geprüft, hieß es.

Nicht nur in Deutschland, sondern europaweit gebe es unter den Nutzern eine sehr starke Nachfrage nach lokaler Speicherung, sagte Dropbox-Managerin Adrienne Gormley. Auch andere Cloud-Anbieter sind nach den NSA-Enthüllungen verstärkt dazu übergegangen, Daten in Europa und unter anderem Deutschland zu speichern.

So wird die Cloud sicher
hb_cloud_security
1 von 6

Definition der Sicherheitsbedürfnisse

Am Anfang jedes Cloud-Einsatzes stehen grundsätzliche Überlegungen zur Sicherheit: Um welche Form der Sicherheit geht es und wichtig ist sie für das Funktionieren der Anwendung? Datensicherheit beispielsweise umfasst viele Dimensionen: Dazu zählt die Integrität der Daten - also wie sicher es ist, dass die Daten in genau der Form aus der Cloud abgerufen werden, wie sie dort gespeichert wurden. Eine andere Dimension ist der Zugriff auf die Daten: Wie wichtig ist es, dass nur legitime Personen auf die Daten zugreifen? Und natürlich gehört auch die Ausfallsicherheit zu einer Dimension der Datensicherheit: Wie wichtig ist es, dass jederzeit auf die Daten zugegriffen werden kann? Alle diese Fragen müssen bewertet und vom Cloud-Anbieter beantwortet werden.

hb_cloud_security
2 von 6

Verschlüsselung

Häufig sorgen sich Unternehmen um die Datensicherheit der Cloud. Dabei können die bei einer Verschlüsselung der Daten den Zugriff Fremder selbst dann verhindern, wenn sie der Daten habhaft werden. "Wenn Ihre Daten sicher verschlüsselt sind, könnten Sie sie brennen und auf dem Time Square als DVD verteilen, an jeden Hacker der Welt mailen, auf Ihrer Website veröffentlichen und immer noch ruhig schlafen, so lange das Entschlüssungs-Passwort sicher verwahrt ist", schreibt der Chief Technology Officer (CTO) des Cloud-Spezialisten Engine Yard für Gigaom.

Daten, die sich ohne Probleme verschlüsseln lassen, können so also guten Gewissens auch in eine Public Cloud ausgelagert werden. Das gilt allerdings nicht für Daten, die auf den Rechnern selbst bearbeitet werden müssen. Diese müssen zu diesem Zweck entschlüsselt werden und sollten daher nicht in eine Public Cloud ausgelagert werden, sofern es sich um sensible Daten handelt.

hb_cloud_security
3 von 6

Physischer Schutz

Werden in einer Cloud-Infrastruktur unverschlüsselt Daten gespeichert, muss darauf geachtet werden, ob die Daten vor unbefugtem physischen Zugriff geschützt sind. Bevor Sie in die Cloud umziehen, sollten Sie mit dem Anbieter daher wichtige Fragen klären: Gibt es Sicherheitspersonal vor Ort, Videoüberwachung, eine Alarmanlage? Gibt es zugangsbeschränkte Bereiche - oder kann jeder Mitarbeiter jeden Bereich des Rechenzentrums ohne Kontrolle betreten?

Foto: ap

hb_cloud_security
4 von 6

Sicherheit bewerten heißt vergleichen

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Bei der Erwägung eines Umstiegs in die Cloud muss daher vor allem der momentane Ist-Zustand mit dem Kann-Zustand in der Cloud verglichen werden. Gerade Mittelständler sind beim Umstieg in die Cloud häufig eher zurückhaltend. Dabei sollten gerade sie sich ehrlich fragen: Kümmern sich Sicherheitsspezialisten im Unternehmen rund um die Uhr ausschließlich um die Sicherheit der eigenen IT-Infrastruktur? Bei den meisten Cloud-Anbietern ist das der Fall. Damit kann der Umstieg auf die Cloud bei Unternehmen, die nicht im IT-Geschäft zu Hause, sogar einen enormen Zuwachs an Sicherheit bedeuten.

Foto: ap

hb_cloud_security
5 von 6

Wo werden die Daten gespeichert?

Ein Versprechen der Cloud lautet, dass sich die Kunden nicht mehr darum kümmern müssen, wo die Server stehen. Doch dieses Versprechen ist aufgrund rechtlicher Regelungen nicht erfüllbar. So ist es in der EU beispielsweise nicht erlaubt, persönlich identifizierbare Daten ins EU-Ausland zu übertragen, wo weniger strenge Datenschutzregeln herrschen. Daher bleibt die Frage, in welchen Ländern der Cloud-Anbieter seine Rechenzentren betreibt, auch im Cloud-Zeitalter relevant. Informieren Sie sich über die für Sie relevanten Gesetze und fragen Sie den Anbieter, in welchen Ländern er seine Rechenzentren betreibt! Eine ausführliche rechtliche Analyse für das Cloud Computing hat der Anwalt und Cloud-Experte Arnd Böken für Handelsblatt Online geschrieben.

Foto: ap

hb_cloud_security
6 von 6

Service Level Agreement

Wie viel kostet der Ausfall von Anwendungen und Daten aus Cloud Ihr Unternehmen pro Stunde? Diese Frage sollten Sie sich stellen, wenn Sie sich die Service Level Agreement (SLA) von Cloud-Anbietern vergleichen. Damit verpflichtet sich der Anbieter zu einer garantierten Verfügbarkeit wie beispielsweise 99,9 oder 99,99 Prozent im Jahr. Lassen Sie sich nicht täuschen: 99,9 Prozent Verfügbarkeit bedeuten, dass der Service fast neun Stunden im Jahr vertragskonform ausfallen darf. Einige Cloud-Anbieter wie beispielsweise Amazons beliebtes Elastic Cloud Computing (EC2), bieten gar keine vertragliche Zusicherung über die Ausfallsicherheit.

Foto: dpa

Für die Sicherheit der Daten arbeitet Dropbox zudem mit dem Augsburger Anbieter Boxcryptor zusammen. Mit der Anwendung können Nutzer ihre Daten verschlüsseln, bevor sie sie in die Cloud geben.

In den vergangenen zwei Jahren habe sich der Kundenstamm in Deutschland verdreifacht. Zu den Kunden zählten unter anderem die Tui Group oder Expedia sowie das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik. Hamburg ist für Dropbox nach London, Paris und Amsterdam die vierte Länder-Niederlassung in Europa. In der Hansestadt werden sich die Mitarbeiter künftig um Kunden, Vertrieb und Partnerschaften kümmern.

  • dpa
Startseite
Mehr zu: Dropbox in Hamburg - Cloud-Dienst eröffnet erste deutsche Niederlassung
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%