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Einigung mit Banken Weltbild hofft auf Refinanzierung

Der Augsburger Verlag Weltbild hofft auf einen finanziellen Befreiungsschlag. Bis zum Jahresende soll eine Einigung mit den Kreditinstituten erzielt werden. Doch ein Konflikt ist damit noch nicht entschärft.
08.10.2013 Update: 09.10.2013 - 07:42 Uhr 1 Kommentar
Die Zentrale des Weltbild-Verlages in Augsburg: Herausforderung Internet. Quelle: dpa

Die Zentrale des Weltbild-Verlages in Augsburg: Herausforderung Internet.

(Foto: dpa)

München Trotz laufender Verhandlungen über Kredite will die größte deutsche Buchhandelskette Weltbild nichts von einer Schieflage wissen. „Es kann keine Rede davon sein, dass Weltbild im Bestand gefährdet ist, wie mitunter in den Medien zu lesen war“, sagte Weltbild-Chef Carel Halff kurz vor Start der Frankfurter Buchmesse.

Zwar sei es richtig, dass das Augsburger Unternehmen derzeit mit seinen Banken über eine Refinanzierung verhandle. Doch es gebe keine Anzeichen, dass die Kreditinstitute den Geldhahn zudrehen. Halff zeigte sich vielmehr fest überzeugt, die Finanzierung bis Anfang kommenden Jahres abzuschließen.

Weltbild war zuletzt vor allem wegen des Streits unter seinen Eigentümern in die Schlagzeilen geraten. Der Konzern gehört zwölf katholischen Bistümern, dem Militärbischofsamt sowie dem Verband der Diözesen Deutschlands. Diese sind sich uneinig, was mit dem Unternehmen geschehen soll. Konservativen Kirchenkreisen ist es ein Dorn im Auge, dass Weltbild auch erotische Literatur führt. Während das Erzbistum München und Freising eine Stiftungslösung initiiert hat, die aber noch nicht umgesetzt ist, drängen andere Diözesen auf einen Verkauf. Eine Entscheidung steht noch aus.

Der seit Jahren andauernde Streit lähme das Unternehmen mit seinen 6.800 Mitarbeitern aber nicht, betonte Halff: „Bis jetzt haben wir überall investiert, wo es nötig war.“ Halff steckt derzeit viele Millionen in die IT, um die Firma für den Online-Handel fit zu machen. Deshalb werde Weltbild dieses und kommendes Jahr rote Zahlen schreiben.

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    Die Mitarbeiter müssen sich angesichts des Wandels hin zum Internet auf härtere Zeiten einstellen. Halff: „Schon mehr als ein Fünftel aller Bücher, die wir online verkaufen, sind E-Books. Dass wir da weniger Menschen brauchen, die Päckchen schnüren, ist doch klar.“ Daher könne es sein, dass befristete Verträge in der Logistik nicht verlängert werden, so der Manager. Bislang seien aber nur vereinzelt Stellen gestrichen worden.

    • jojo
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    1 Kommentar zu "Einigung mit Banken: Weltbild hofft auf Refinanzierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das ist wieder typische Halff-Schönsprech: "Bislang seien aber nur vereinzelt Stellen gestrichen worden"
      Erstens ist jeder gekündigte Arbeitnehmer einer zuviel.
      Zweitens "bisher": das sagt wohl alles, für den, der zwischen den Zeilen lesen kann.
      Bisher ist auch Weltbild noch nie pleite gegangen. Beruhigt ?

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