Einigung mit SBB Apple darf sich bei Schweizer Bahnhofsuhren bedienen

Für sein neues Betriebssystem hat Apple ein geklautes Uhrensymbol eingeführt, das von den Schweizer Bahnhofsuhren stammt – das sorgte für Unmut. Jetzt gibt es Geld für die Schweizerische Bundesbahn.
Update: 21.09.2012 - 22:31 Uhr 5 Kommentare
Das bekannte Uhrendesign des Schweizer Ingenieurs Hans Hilfiker. Quelle: ap

Das bekannte Uhrendesign des Schweizer Ingenieurs Hans Hilfiker.

(Foto: ap)

DüsseldorfFür seine iPhones und iPads hatte der US-Elektronikriese Apple das Design der Bahnhofsuhr der Schweizerischen Bundesbahnen SBB geklaut. Nun haben sich die beiden Konzerne offenbar über eine Nutzung verständigt und eine Lizenzvereinbarung getroffen.

Die Parteien haben allerdings vereinbart, dass sie über die Höhe der Lizenzgebühr wie auch über weitere Einzelheiten des Übereinkommens keine weiteren Auskünfte erteilen. „Wir freuen uns über diese Lösung“, sagte SBB-Sprecher Christian Ginsig zu dem Schweizer Nachrichtenmagazin „Blick.ch“.

Die SBB Bahnhofsuhr wurde 1944 vom Ingenieur und Gestalter Hans Hilfiker für die SBB entworfen. Es handelt sich um eine Design-Ikone, die offenkundig auch im digitalen Zeitalter gut ankommt. Spezielles Merkmal des sogenannten „Kellenzifferblattes“ ist der markante rote Sekundenzeiger, der die Form einer Signalkelle hat. Bis heute stellt sie als Symbol für Innovation und Zuverlässigkeit ein wichtiges Identitätsmerkmal der SBB und der Schweiz dar.

Das Uhren-Design erscheint im Betriebssystem iOS 6. Dieses kommt auf dem neuen iPhone 5 zum Einsatz und kann auch auf älteren Geräten installiert werden. Außerdem verfügen rund 80 Millionen iPads zum ersten Mal standardmäßig über den Wecker.

Die SBB hatte kürzlich Medienberichte als "Spekulation" zurückgewiesen, wonach die Eisenbahngesellschaft Schadenersatz wolle. Es gehe vielmehr darum, festzulegen, unter welchen Bedingungen das Design verwendet werden könne. Eigentlich seien die SBB auch "ziemlich stolz", dass eine "so wichtige Marke wie Apple unser Design verwendet", sagte Sprecherin Claivaz.

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5 Kommentare zu "Einigung mit SBB: Apple darf sich bei Schweizer Bahnhofsuhren bedienen"

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  • @Lerchenzunge: ein wenig mehr Wissen zu den Plagiatsvorwürfen (Rechteck mit abgerundeten Ecken usw.) hätte dir sicher gut getan. Man könnte schnell auf die Idee kommen, dass sich das Zielklientel von Apple ein wenig Richtung bildungsferne Schichten bewegt. Das gab es bei anderen, weniger wertvollen Unternehmen, wie Nokia. und EdHardy auch schon. :D

  • Armseliger gehirngewaschener Sektenjünger!

  • Apple hat ohne zu murren lizensiert und zahlt. Samsung hat das gesamte Design kopiert und hat alle Angebote dieses zu lizensieren ausgeschlagen. Das Samsung Management dachte, schlauer aein zu müssen. Frech kommt aber nicht immer weiter.

    Nu müssen sie 1 Mrd. USD Strafe zahlen. Noch zu wenig, ich hoffe, dass die Strafe verdreifacht wird. ;-)

  • Warum klagt Apple gegen Samsung wegen Design-Plagiaten, wenn Apple selbst Designs kopiert?

  • Wichtige Marke

    Ich halte Apple für verzichtbarer, als die Eisenbahn.

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