Einkaufen per Kurznachricht Twitter bändelt mit Amazon an

Mit einem Tweet lassen sich jetzt Amazon-Produkte in den Einkaufskorb verfrachten. Für Twitter bringt das zunächst keine zusätzlichen Einnahmen. Erinnerungen an ein gescheitertes Werbesystem von Facebook werden wach.
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Twitter fliegt auf Amazon: Der Kurznachrichtendienst bändelt mit dem Online-Handelskonzern an. Quelle: AFP

Twitter fliegt auf Amazon: Der Kurznachrichtendienst bändelt mit dem Online-Handelskonzern an.

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New YorkSchafft Twitter doch noch den Sprung in den E-Commerce? Mit nur einem Klick landet in Zukunft ein Amazon-Produkt direkt mit einer Kurznachricht im Amazon-Einkaufskorb. Aber irgendwie geht das von Wachstumsproblemen geplante Twitter wohl schon wieder leer aus.

„Jetzt hinzufügen. Später kaufen“. Mit diesem Slogan wirbt Amazon in einem Youtube-Video für seinen jüngsten Service. Ein Antwort-Tweet mit #AmazonCart auf eine Kurznachricht mit einem Amazon-Link verfrachtet das darin angebotene Produkt direkt in den Einkaufskorb des Online-Handelsriesen. Voraussetzung ist lediglich, dass vorher beide Accounts, Twitter und Amazon, miteinander verbunden werden.

Für Amazon ein neuer Weg, seine Produkte bei mehr Menschen bekannt zu machen, für Twitter offenbar derzeit nicht mehr als ein nettes Gimmick. Eine Amazon-Sprecherin bestätigte gegenüber Cnat.com auf Nachfrage, dass Twitter keinerlei Anteile an einem getätigten Umsatz bekomme. Vielleicht kann das Start-up aus San Francisco jedoch in Zukunft profitieren, wenn es gelingt für Tweets mit Produktplatzierungen eine Gebühr zu nehmen oder mehr Werbung zu höheren Preisen zu akquirieren, wenn sie mit Amazon-Links ausgestattet sind.

Allerdings wäre schon eine stärkere Nutzung des Dienstes durch den Amazon-Deal ein Erfolg für Twitter-Chef Dick Costolo. Die jüngsten Quartalszahlen wurden von der Börse mit Unbehagen aufgenommen.

Twitter hat ein Wachstumsproblem. Die Zahl der monatlichen aktiven Nutzer ist zwar im ersten Quartal 2014 im Jahresvergleich um 25 Prozent gestiegen, aber gegenüber dem Vorquartal, dem Weihnachtsquartal, nur um 5,9 Prozent. Das ist für ein Unternehmen, das mit Facebook mit über 1,3 Milliarden Mitgliedern um die Werbegelder konkurrieren muss, nicht berauschend.

Brian Blau, Analyst bei Gartner, fasst es so zusammen: „Es hat die Erwartungen getroffen, aber die waren auch nicht gerade hoch. Das Wachstum war ok, aber ok reicht halt nicht mehr.“ Vom Nutzerzuwachs zum Vorquartal von 14 Millionen auf 255 Millionen waren zudem elf Millionen international. In den USA, dem wichtigsten Werbemarkt, waren es nur drei Millionen.

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