Elektronikkonzern Panasonic schaltet auf Angriff um

Japans derzeit erfolgreichster Elektronikkonzern erreicht seine Sanierungsziele ein Jahr früher als geplant. Der Jahresgewinn steigt auf 2,9 Milliarden Euro. Nun will Panasonic wieder aggressiv global expandieren.
Update: 28.04.2015 - 13:31 Uhr Kommentieren
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der japanische Elektronikkonzern Panasonic seinen Gewinn gesteigert. Quelle: Reuters
Panasonic

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der japanische Elektronikkonzern Panasonic seinen Gewinn gesteigert.

(Foto: Reuters)

TokioAls einer der ersten Elektronikkonzerne Japans legt Panasonic den Krisenmodus ab und schaltet auf Wachstum um. Während Dauersanierungsfall Sharp verzweifelt nach frischem Kapital sucht und Sony einen neuen Milliardenverlust für 2014 erwartet, hat Panasonic-Chef Kazuhiro Tsuga am Dienstag auf der Jahresbilanzpressekonferenz in Tokio eine ganz andere Marschrichtung ausgegeben. „Wir verschieben die Priorität von der Wiederherstellung der Gewinne auf Wachstum“, sagte Tsuga.

Und es soll geklotzt werden. Das Unternehmen werde im 2015 beginnen, Vollgas zu geben, verhieß der Konzernchef. Nicht nur werde Panasonic erstmals seit langem wieder mehr in Wachstum als Restrukturierungen investieren. Darüber hinaus will der Konzern aggressiv Firmen kaufen.

Für 2015 sind dafür bereits rund 1,5 Milliarden Euro eingeplant worden. Insgesamt ist der Konzern bereit, in den kommenden Jahren bis zu acht Milliarden Euro Akquisen stecken. Das langfristige Ziel ist dabei gleich geblieben. Bis 2018 will das Unternehmen den Umsatz auf 10000 Milliarden Yen erhöhen.

Grundlage für das neue Lebensgefühl nach Jahren schwerer Krise ist das Ergebnis für das Bilanzjahr 2014, das Ende März abgeschlossen wurde. Panasonics Umsatz sank zwar leicht auf 7736,5 Milliarden Yen (rund 60 Milliarden Euro). Aber der operative Gewinn sprang um 25 Prozent auf 381,9 Milliarden Yen in die Höhe. Damit erreichte der Konzern sein Sanierungsziel, eine operative Gewinnmarge von fünf Prozent, ein Jahr früher als bisher geplant.

Auch der Cash-flow schwillt an und macht Panasonic wieder ein bisschen zu der „Panasonic Bank“, als die das Unternehmen früher galt. Die Netto-Cash-Position werde von minus 48 Milliarden Yen Ende 2014 auf plus 332 Milliarden Yen Ende 2015 steigen, sagte der Konzernchef voraus.

Tsuga betonte, wie wichtig diese Meilensteine für ihn sind. Wären die Ziele verfehlt worden, hätte Panasonic weiter in Sanierung und gleichzeitig in Wachstum investieren müssen. „Beides zu leisten, wäre schwierig gewesen.“ Nun sei der Konzern besser in der Lage, den strategischen Kurswechsel zu vollziehen.

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