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Entschädigung gefordert Olympus klagt gegen Spitzenmanager

Der japanische Elektronikkonzern Olympus verklagt 20 ehemalige und amtierende Spitzenmanager. Laut einem Bericht verlangt das von einem Finanzskandal erschütterte Unternehmen bis zu einer Milliarde Dollar Entschädigung.
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Olympus verlangt eine hohe Entschädigung von seinen Spitzenmanagern. Quelle: dpa

Olympus verlangt eine hohe Entschädigung von seinen Spitzenmanagern.

(Foto: dpa)

Tokio Der von einem Finanzskandal erschütterte japanische Elektronikkonzern Olympus hat einem Pressebericht zufolge rund 20 ehemalige und amtierende Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Schadenersatz verklagt.

Die Entschädigungssumme belaufe sich auf bis zu einer Milliarde Dollar (790 Millionen Euro), berichtete am Montag die Zeitung „Yomiuri Shimbun“ unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Kreise. Der Konzern reichte die Klagen demnach am Sonntag ein; auch Ex-Aufsichtsratschef Tsuyoshi Kikukawa und sein Nachfolger Shuichi Takayama sollen zur Verantwortung gezogen werden.

Olympus soll Verluste in Höhe von ingesamt 134,8 Milliarden Yen (knapp 1,3 Milliarden Euro) verschleiert haben. Die Konzernführung hatte Anfang November zugegeben, seit den 90er Jahren in der Bilanz hohe Verluste aus Finanzgeschäften verheimlicht zu haben. Vertuscht wurden die Verluste mit Hilfe undurchsichtiger Beraterhonorare und von Abschreibungen auf vier Firmenkäufe.

Den Skandal ins Rollen gebracht hatte der frühere Vorstandschef Michael Woodford. Der Brite war im Oktober entlassen worden; ihm war ein „unangemessener“ Arbeitsstil vorgeworfen worden. Woodford konterte mit der Anschuldigung, sein Rauswurf gehe auf seine Fragen nach Gründen für umstrittene Zahlungen zurück. Vor einigen Tagen gab Woodford seine Versuche auf, an die Spitze von Olympus zurückzukehren.

  • afp
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