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Erben wollen sich von Anteilen trennen „SZ“-Eigner ignorieren Verkaufsgerücht

Die Eigner des Süddeutschen Verlags („Süddeutsche Zeitung“) haben auf ihrer Gesellschafterversammlung am Mittwoch trotz heftiger Branchenspekulationen nicht über den möglichen Verkauf des Medienunternehmens diskutiert.

HB DÜSSELDORF. „Das Thema wurde nicht behandelt“, sagte eine Sprecherin im Namen von Christian Goldschagg, dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung. Ob damit ein Teilausstieg von Gesellschaftern vom Tisch ist, ließ die Sprecherin allerdings offen.

In den Reihen der Erben gibt es offenbar Bestrebungen, Anteile zu verkaufen. Vor allem Finanzinvestoren sollen an dem Verlag mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von zuletzt 77 Mill. Euro Interesse haben. In Branchenkreisen ist von einem Preis von bis zu einer Mrd. Euro die Rede. Die Preise für Zeitungen sind derzeit hoch. Erst kürzlich hatte der Essener Medienkonzern WAZ die „Braunschweiger Zeitung" für 210 Mill. Euro gekauft. Die „Süddeutsche Zeitung“ ist mit einer verkauften Auflage von 445 000 Exemplaren die größte Qualitätszeitung in Deutschland.

Hintergrund eines möglichen Verkaufs ist der Ablauf einer Haltefrist Mitte des Jahres. Sie wurde zwischen den Eigentümerfamilien beim Einstieg der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) im November 2002 vereinbart. Das Verhältnis der Erben der Zeitungsgründer Edmund Goldschagg, August Schwingenstein und Franz Josef Schöningh untereinander gilt als schwierig.

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