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Mesut Özil

Der Mittelfeldspieler erzielt am Samstag in Singapur beim „International Champions Cup“ das 1:0 für den FC Arsenal gegen Paris Saint-Germain.

(Foto: dpa)

Erdogan-Skandal Vodafone stoppt Werbevideo mit Özil

Der Clip mit dem Fußballer war gedreht. Dann stoppte Vodafone die Verbreitung. Daimler will Özil als Markenbotschafter halten.
29.07.2018 Update: 29.07.2018 - 13:28 Uhr Kommentieren

Berlin Der Telekommunikations-Konzern Vodafone hat ein bereits produziertes Werbevideo und entsprechende Fotos mit dem umstrittenen Fußball-Star Mesut Özil bereits vor der Fußball-Weltmeisterschaft gestoppt.

Ein produziertes Video mit Özil und seinem Hund Balboa sei nicht ausgestrahlt worden, bestätigte ein Vodafone-Sprecher dem Handelsblatt. „Von diesem Plan mussten wir leider abweichen, da wir feststellen mussten, dass wir mit unserer Social-Media-Kampagne zu unserem Produkt - aufgrund der zu diesem Zeitpunkt aufkommenden massiven Diskussionen - in Sachen Aufmerksamkeit im Netz nicht mehr durchdringen würden.“

Der Fußballer war als Konsequenz aus der Affäre um seine umstrittenen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan als Nationalspieler zurückgetreten.

Für das Werbeprojekt waren laut Handelsblatt-Informationen rund 100.000 Euro angepeilt gewesen. Vodafone zahlte letztlich 21.000 Euro für die Dreharbeiten. Die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FAS) hatte zuerst über den Fall berichtet.

Auf Social-Media-Kanälen wie Facebook und Twitter erntete Vodafone Kritik für den Schritt. Online-Nutzer warfen dem Konzern Rassismus vor. Vereinzelt riefen Nutzer zum Boykott von Vodafone auf.

Zuvor hatte Özil berichtet, der Automobilkonzern Daimler habe kurzfristig "vielfältige Aktivitäten" storniert. Daimler-Chef Dieter Zetsche teilte jedoch mit: "Der Vertrag als Markenbotschafter von Mesut Özil läuft noch bis Ende des Jahres 2018. Es gibt keine Notwendigkeit, ihn vorzeitig zu beenden."

Auch wenn Özils Sympathiewerte in Deutschland stets unter denen seiner Teamkollegen lagen, konnte sich der Weltfußballer besonders global einen enormen Markenwert aufbauen, von dem Unternehmen gerne profitierten. In den sozialen Netzwerken baute er sich eine Fangemeinschaft auf, die sehr international ist und mit 17,6 Millionen Followern (Instagram) viele seiner Kollegen aussticht.

Mit Material von dpa.

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