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Eric Schmidt Ex-Google-CEO fürchtet Spaltung des Internets – ein Teil werde von China angeführt

Eric Schmidt prophezeit, dass es bald auch ein chinesisch geführtes Netz geben wird. Die Prognose fällt während einer Kontroverse über Googles China-Strategie.
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Der frühere Google-CEO Eric Schmidt Quelle: dpa
Eric Schmidt

Der frühere Google-CEO Eric Schmidt

(Foto: dpa)

New York Wie sieht die Zukunft des Internet aus? Wird es sich in mehrere Teile aufspalten? Laut dem früheren Google-CEO Eric Schmidt könnte diese Idee in den nächsten zehn Jahren Wirklichkeit werden. Schmidt prognostiziert, dass sich das Internet bis 2028 in zwei Teile spalten wird – ein Teil werde von China angeführt.

„Das wahrscheinlichste Szenario ist meiner Meinung nach keine Aufsplitterung, sondern eher eine Zweiteilung in ein chinesisch geführtes und ein von Amerika angeführtes, nicht-chinesisches Internet“, sagte der Tech-Experte laut dem Sender CNBC bei einer privaten Veranstaltung der Investmentfirma Village Global VC in San Francisco.

„Man muss sich nur die Unternehmen anschauen, die in China entstehen – und ich war gerade erst vor Ort. Die Dienstleistungen, der Reichtum – was da geschaffen wird, ist phänomenal“, sagte Schmidt. Man dürfe die Entwicklungen und deren Tempo nicht unterschätzen.

Wer China mit der Phrase „Oh ja, die sind gut, was das Internet angeht“ abtue, verpasse den Punkt: „Globalisierung bedeutet, dass sie mitspielen können. Und ich glaube, dass wir schon bald eine starke Führungsposition bei Produkten und Dienstleistungen sehen werden.“

Es bestehe aber gleichzeitig die Gefahr, dass mit diesen Produkten und Dienstleistungen auch neue Vorgaben zu Zensur und Kontrollen von der Regierung mitgeliefert würden. Ein Beispiel sei die „One Belt, One Road"-Initiative (BRI): eine wirtschaftliche Entwicklungsstrategie der chinesischen Regierung, die seit 2013 alle Arten von Handel, darunter auch den digitalen Handel, zwischen China und Ländern in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Südostasien verbinden und erleichtern will.

„An BRI sind beispielsweise über 60 Länder beteiligt und es ist durchaus möglich, dass diese Länder etwas Freiheitsverlust in Kauf nehmen, um die Infrastruktur von China übernehmen zu können“, sagte Schmidt.

Schmidts Prognosen kommen zu einer Zeit, in der sein Nachfolger bei Google, CEO Sundar Pichai, eine Kontroverse über die Strategie des Unternehmens in China ausgelöst hat.

Berichten zufolge soll Google das Projekt „Dragonfly“ entwickelt haben, eine zensierte Version seiner Suchmaschine, die Behörden in China besänftigen könnte. Das Projekt beinhaltete angeblich eine Möglichkeit, einige Suchergebnisse zu unterdrücken, sie von der ersten Seite zu nehmen, und ein Mittel, um Ergebnisse für sensible Anfragen zu blockieren, zum Beispiel um „friedliche Proteste“.

Pichai hatte nach Kritik daran erklärt, dass Google immer offen über den Wunsch gesprochen habe, mehr in China zu tun. Das Team sei „seit einiger Zeit in einer Erkundungsphase“ und ziehe „viele Optionen“ in Betracht – man sei aber noch weit davon entfernt, etwas in China zu starten.

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