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Facebook „Noch jahrzehntelang zusammenarbeiten“: Mark Zuckerberg stellt sich hinter Sheryl Sandberg

Die Facebook-Managerin ist zuletzt stark unter Druck geraten. Jetzt kommt ihr der Netzwerkgründer öffentlich zur Hilfe. Das ist nicht selbstverständlich.
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Die Facebook-Managerin bekommt öffentlich Unterstützung von ihrem Chef Mark Zuckerberg. Quelle: dpa
Sheryl Sandberg

Die Facebook-Managerin bekommt öffentlich Unterstützung von ihrem Chef Mark Zuckerberg.

(Foto: dpa)

DüsseldorfFacebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich klar hinter seine in der Kritik stehende stellvertretende Generaldirektorin Sheryl Sandberg gestellt. „Sheryl ist wirklich wichtig für das Unternehmen. Ich hoffe, dass wir noch jahrzehntelang zusammenarbeiten können“, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender CNN.

Sandberg, die von den Kontroversen rund um die Datenskandale bei Facebook lange unbehelligt geblieben war, ist zuletzt stark unter Druck geraten. So legt ein Bericht der „New York Times“ nahe, dass das Facebook-Mangement – darunter auch Sandberg – schon früher von den Manipulationen im US-Wahlkampf durch russische Hacker wusste. Auch soll die Managerin versucht haben, den Skandal um die Wahlmanipulationen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

„Ich halte den Bericht nicht für korrekt“, kommentierte Zuckerberg. Facebook habe mit den Reportern der „New York Times“ vor der Veröffentlichung gesprochen und die darin erhobenen Vorwürfe bestritten. „Sie haben sich dafür entschieden, es trotzdem zu drucken“, sagte der Facebook Chef.

Zu den Wahlmanipulationen erklärte er, dass es Facebook nicht darum gegangen sei, die Rolle der russischen Propaganda zu vertuschen. Vielmehr sei es „ein großes Ding“ gewesen, ein Land zu beschuldigen, in die Wahlen eines anderen eingegriffen zu haben. Er habe deshalb vor der Veröffentlichung der Details sichergehen wollen, dass die Fakten stimmen.

Die „New York Times“ verteidigte sich gegen die Kritik von Facebook und von Zuckerberg. Bereits in der vergangenen Woche hatte Facebook in einer Mitteilung den Wahrheitsgehalt des Berichts infrage gestellt. Eine Sprecherin der Zeitung sagte, die Zeitung würde hinter dem Bericht stehen; ein Reporterteam hätte monatelang recherchiert und mit mehr als 50 Quellen inklusive früherer und aktuell im Unternehmen tätiger Manager sowie Regierungsbeamten gesprochen.

Dass sich Zuckerberg öffentlich nun hinter Sandberg stellt, ist nicht selbstverständlich. Denn zwischen dem Facebook-Chef und seiner Stellvertreterin soll es in der Vergangenheit heftig geknirscht haben.

Intern gab es Zwist zwischen Sandberg und Zuckerberg

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge soll Zuckerberg Sandberg und ihre Mitarbeiter beschuldigt haben, für den Skandal um Cambridge Analytica mitverantwortlich zu sein.

Auch habe Zuckerberg Sandberg gesagt, dass sie mehr Ressourcen für die Identifizierung von kontroversen Inhalten auf der Plattform zur Verfügung hätte stellen sollen, sagten Insider der Zeitung. Sandberg habe Freunden gegenüber erwähnt, wie sehr die Vorwürfe Zuckerbergs sie verstört hätten und dass sie sich frage, ob sie sich Sorgen um ihren Job bei Facebook machen solle.

Die Kontroverse um Sandberg und um die Handhabung der Skandale durch das Unternehmen erhöhen den eh schon hohen Druck auf die Facebook-Aktie noch zusätzlich. Denn die Ende Oktober veröffentlichten Quartalszahlen legen nahe, dass das Netzwerk schwächer als erwartet wächst; die Zahl der Fans (2,27 Milliarden) stieg zuletzt weniger stark als von Analysten erhofft.

So haben in den vergangenen Wochen Analysten von mehreren Banken – darunter von Wells Fargo und Goldman Sachs – ihre Prognosen für die Aktienkursentwicklung gesenkt. Näheres zu Kursbewertungen der Analysten finden Sie im Handelsblatt-Analystencheck.

Zuletzt ging es an der Börse kräftig bergab. So rutschte die Aktie am Dienstag zwischenzeitlich auf 126,85 Dollar pro Anteilsschein und war damit so billig wie seit einem Jahr nicht mehr. Auf Wochensicht verlor das Papier 6,8 Prozent. Noch drastischer war der Verlust auf Jahressicht. Da büßte die Facebook-Aktie fast 26 Prozent ein.

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