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Facebook-Opferanwalt im Interview „Wir müssen uns das nicht bieten lassen“

Anwalt Chan-jo Jun hat sich auf IT-Recht spezialisiert – und legt sich regelmäßig mit Facebook an. Derzeit vertritt er einen Flüchtling aus Syrien, der sich gegen verleumderische Fake-News wehrt. Alles nur Eigen-PR?
16.01.2017 - 14:57 Uhr
Der Rechtsanwalt legt sich mit Facebook an. Quelle: PR
Chan-jo Jun

Der Rechtsanwalt legt sich mit Facebook an.

(Foto: PR)

Sie haben im Auftrag Ihres Mandanten Anas Modamani Facebook verklagt. Was werfen Sie dem sozialen Netzwerk vor?
Wir haben eine einstweilige Verfügung erwirkt – gegen Facebook und den AfD-Politiker Theo Gottschalk aus Nordrhein-Westfalen. Gottschalk hat ein Bild geteilt, das von einem anonymen Account mit dem Namen flüchtling.info verbreitet wurde. Darauf ist mein Mandant Anas Modamani zu sehen, der ein Selfie mit Angela Merkel macht. Dieses Bild wurde in einer Fotomontage mit dem Fahndungsfoto der Berliner Polizei in Zusammenhang gebracht und suggeriert, dass Modamani daran beteiligt war, den Obdachlosen in der Berliner U-Bahnstation anzuzünden. Und die Überschrift lautet: „Obdachloser – Merkel machte Selfie mit einem der Täter“.

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